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Gaddafi lässt sich in Tripolis feiern

Der libysche Machthaber Muammar al-Gaddafi hat sich am Mittwoch von seinen Anhängern in der Hauptstadt Tripolis feiern lassen.
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Das staatliche Fernsehen übertrug Bilder von einer Feier zum “34. Jahrestag der Herrschaft des Volkes”, die in einem Festsaal stattfand. Gaddafi wirkte gelöst und zufrieden, während seine Anhänger “Gott, Muammar, Libyen und sonst nichts!” riefen.

1977 hatte Gaddafi die “Volksherrschaft” und die Gründung der “Sozialistischen Libysch-Arabischen Volks-Jamahiriya” proklamiert. Die parlamentarischen Demokratie lehnte er als “Verfälschung des Volkswillens” ab. Die politische Willensbildung findet nach offizieller Lesart in sogenannten Basisvolkskongressen statt, die ihre Entscheidungen dem Allgemeinen Volkskongress zur Koordinierung und Formulierung vortragen. Die Umsetzung erfolgt durch Volkskomitees.

In einem Interview mit ausländischen Journalisten hatte Gaddafi am Montag erklärt: “Sie lieben mich, mein ganzes Volk steht zu mir, sie lieben mich”. Bei den Oppositionellen handle es sich um Mitglieder der Terrororganisation Al-Kaida, “nicht um mein Volk”. Auch die Gewalt seine Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten bestritt er, das sei “eine hundertprozentige Lüge”.

Ein Angriff von Gaddafi-treuen Truppen auf die von der Protestbewegung kontrollierte Stadt Brega im Osten des Landes ist nach Angaben der Aufständischen gescheitert. Die Stadt befinde sich nach der Attacke vom Mittwoch weiterhin in den Händen der Gaddafi-Gegner, sagten Aufständische am Mittwoch in der rund 40 Kilometer entfernten Stadt Ajdabiyah. Nach Berichten von Augenzeugen und Oppositionsanhängern in Brega waren zuvor regierungstreue Soldaten in die Stadt vorgerückt. Demnach lieferten sich beide Seiten heftige Gefechte um die etwa 200 Kilometer südwestlich von Bengasi gelegene Stadt.

(Quelle: APA)

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