G-20 - Beschlüsse des Gipfels in Seoul

Die politischen Führer der mächtigsten Wirtschaftsnationen der Erde (G-20) verabschiedeten am Freitag in Seoul eine Abschlusserklärung.

Hier die wichtigsten Punkte:

REFORM des INTERNATIONALEN WÄHRUNGSFONDS (IWf):

Die Gewichte der 187 Mitgliedsländer werden neu verteilt. Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien erhalten mehr Einfluss – auf Kosten Deutschlands und anderer westlicher Staaten.

BASEL-III-ABKOMMEN:

Banken müssen sich größere Kapitalpuffer zulegen, um gegen Verluste gewappnet zu sein. Es soll verhindert werden, dass bei einer neuen Krise wieder die Steuerzahler als Bankenretter einspringen müssen.

WECHSELKURSE:

Die G-20-Länder sollen flexible Wechselkurse anstreben, die die Verfassung ihrer Volkswirtschaften widerspiegeln. Währungen sollen nicht künstlich niedrig gehalten werden, um sich so Wettbewerbsvorteile beim Export zu sichern. Konkrete Forderungen gibt es aber nicht.

HANDEL:

Allzugroße Ungleichgewichte bei Waren- und Kapitalströmen wollen die G-20 abbauen. Aber dieses Problem wird ins nächste Jahr an die französische G-20-Präsidentschaft weitergereicht. Mitte 2011 soll über ein Frühwarnsystem beraten werden, um Fehlentwicklungen rechtzeitig zu erkennen. Die seit Jahren andauernden “Doha-Verhandlungen” zur Liberalisierung des Welthandels sollen möglichst 2011 abgeschlossen werden.

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