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Fußball: Rapid Vorstand von Schöttel Rauswurf überzeugt

Rapid Trainer Peter Schöttel stellte sich zum letzten den Medien
Rapid Trainer Peter Schöttel stellte sich zum letzten den Medien ©APA
Obwohl die Vereinsführung rund um Präsident Rudolf Edlinger lange Zeit hinter dem angeschlagenen Trainer stand, wurde die vorzeitige Entlassung bei der Pressekonferenz am Mittwoch als unumgänglich bezeichnet. Schöttel bleibt allerdings weiterhin Angestellter des Vereins

Nach der historischen Negativserie und der blamablen Niederlage gegen den Regionalligisten Pasching im Viertelfinale des ÖFB-Cups wurde es für Rapid immer schwieriger, die Leistungen des Trainers zu verteidigen. „Wir haben alles versucht um den Trainer weiterhinzu halten“, betonte Sportdirektor Helmut Schulte.   “Nach dem Pasching-Spiel gab es aber nur eine Möglichkeit, um zurück auf die Siegesstraße zu kommen. Nämlich die Führung auszutauschen”, führte der Deutsche weiter aus. Erst im Jänner hatte Schulte, als einer seiner ersten Amtshandlungen bei Rapid, den Vertrag mit Schöttel um zwei weitere Jahre verlängert. “Wir waren überzeugt von dieser Entscheidung. Aber die Entwicklung hat gezeigt, dass es so nicht weitergehen kann.” Wie und ob man sich finanziell einigen werde, wollte der Sportdirektor nicht öffentlich besprechen.

„Das hat richtig weh getan“

Für Ex-Rapid Trainer Peter Schöttel kam die Entscheidung über seinen weiteren Werdegang beim Rekordmeister wenig überraschend. Nur die schwache Leistung seiner Mannschaft im Cup gegen Pasching am Dienstag hat der 46jährige sichtlich noch nicht verkraftet. „Von einem Drittligisten so vorgeführt zu werden, das hat richtig weh getan“, gestand Schöttel. Die darauffolgende Beurlaubung ist dann „nicht überraschend gekommen“. Bevor der Wiener die grüne Bühne endgültig verlassen konnte richtete er noch einen Appell an die Rapid Fangemeinde. „Jetzt wo der ungeliebte Trainer nicht mehr da ist wäre es schön, sich wieder zu freuen im Stadion“. Schöttel hatte den Rekordmeister im Sommer 2011 übernommen und seine Mannschaft in der Vorsaison zum Vizemeistertitel geführt – im Herbst erreichte man die Europa League Gruppenphase. Diese Erfolge sind jetzt allerdings Geschichte. Zumindest bis Saisonende will sich der Wiener nun nicht mehr zu seiner Zeit bei Rapid äußern. “Es gibt so viele Ex-Rapidler, die sich in diversen Medien wichtig machen. Das werde ich sicher nicht tun.“

Schöttel bleibt Angestellter des Vereins

Der Vertrag von Peter Schöttel läuft noch bis 2015 und wurde, laut Rapid Präsident Edlinger, im Zuge der Beurlaubung nicht aufgelöst. Der Ex-Internationale bleibt weiterhin Angestellter des Vereins. Die Hütteldorfer umgehen mit dieser Variante die Auszahlung einer hohen Ablösesumme, die dem Trainer nach einer vorzeitigen Vertragsauflösung zustehen würde. Ob und welche Aufgaben Schöttel im Verein übernimmt wurde offen gelassen.

Zoran Barisic übernimmt bis Saisonende

Der neue Cheftrainer Zoran Barisic wir zusammen mit seinem Co-Trainer Carsten Jancker vorerst bis Saisonende das Traineramt übernehmen. Sportdirektor Schulte hofft allerdings auf ein langfristiges Engagement des ehemaligen Amateur Trainers. Barisic versicherte in Hinblick auf das wichtige Derby gegen die Austria am Sonntag, dass eine völlig neue Mannschaft auf dem Platz stehen wird. “Wir werden alles Menschenmögliche tun, um das Vertrauen zu rechtfertigen”, sagte der 42-Jährige. Auch sein Partner Jancker zeigte sich ehrgeizig. „Wir gehören auf den Platz und nicht auf eine Pressekonferenz“, scherzte die Rapid Legende.

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