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Fußball: Mehrere Transfers bei Rapid und Austria Wien

Geht vorerst nicht: Philipp Hosiner (2.v.l./Austria)
Geht vorerst nicht: Philipp Hosiner (2.v.l./Austria) ©APA
Kurz vor Transferschluss am Freitag gaben die Wiener Austria und Fußball-Rekordmeister Rapid Wien noch weitere Personal-Rochaden bekannt. Wechsel gibt es bei Lukas Denner, Tamas Priskin und Dare Vrsic. Philipp Hosiner dagegen bleibt seinem Team vorerst erhalten.
Okotie geht nach Dänemark
Austria gibt Leovac ab

Der Slowene Dare Vrsic verlässt Fußball-Meister Austria Wien. Der 29-jährige Mittelfeldspieler wechselte am letzten Tag der Winterübertrittszeit zum slowenischen Meister und Tabellenführer NK Maribor. Über die Ablösemodalitäten wurde Stillschweigen vereinbart, gab die Austria am Freitagabend bekannt.

Vrsic bei der Austria wenig erfolgreich

Vrsic war im Sommer 2012 als damaliger slowenischer Teamspieler nach Wien-Favoriten geholt worden, hat sich bei der Austria aber nicht wirklich in den Vordergrund gespielt. In insgesamt 19 Pflichtspieleinsätzen blieb der Spielmacher ohne Torerfolg. In der laufenden Saison kam er auch wegen Knieproblemen nicht ein einziges Mal zum Einsatz.

Vor Vrsic hatte die Austria am Freitag bereits Außenverteidiger Marin Leovac (NK Rijeka) und Stürmer Rubin Okotie (leihweise zu SönderjyskE nach Dänemark) abgegeben.

Rapid verleiht Denner an Wr. Neustadt

Fußball-Rekordmeister Rapid Wien hat Linksverteidiger Lukas Denner bis Saisonende an den Ligakonkurrenten SC Wr. Neustadt verliehen. Das gaben die Hütteldorfer am Freitag kurz vor Transferschluss bekannt. Denner hat in der laufenden Saison drei Einsätze bei den Rapid-Profis absolviert. Beim Tabellenachten der Fußball-Bundesliga soll der 22-Jährige mehr Spielpraxis erhalten.

Austria holte Priskin und verlieh ihn sofort

Die Wiener Austria hat am Freitag kurz vor Transferschluss auch noch den ungarischen Stürmer Tamas Priskin verpflichtet, diesen aber sofort für ein halbes Jahr an Maccabi Haifa verliehen. Priskin wäre die Absicherung gewesen, hätte Goalgetter Philipp Hosiner die Favoritner noch in Richtung Deutschland verlassen. Der Transfer des ÖFB-Teamstürmers kam allerdings nicht zustande.

Verpflichtet bis Sommer 2015

Priskin kommt vom russischen Zweitligisten Alania Wladikawkas und unterschrieb einen Vertrag bis Sommer 2015. Dazu besteht die Option auf ein weiteres Jahr, gab die Austria am Freitag kurz vor Mitternacht bekannt. Im ungarischen Nationalteam hat Priskin zuletzt im Juni gespielt. In bisher 42 Länderspielen gelangen dem 27-Jährigen zwölf Treffer.

“Tamas Priskin hat sein Können schon vielfach unter Beweis gestellt. Hätte uns Philipp Hosiner kurz vor Schließung des Transferfensters verlassen, wären wir mit seiner Verpflichtung ideal abgesichert gewesen”, erklärte Austrias AG-Sportvorstand Thomas Parits. “Nachdem dies nicht passiert ist, haben wir ihn an Maccabi Haifa verliehen.”

Hosiner bleibt – Transfer im Sommer

Der angestrebte Auslandstransfer von Philipp Hosiner ist auch in der Winterübertrittszeit nicht zustande gekommen. Der 24-jährige Goalgetter bleibt Fußball-Meister Austria zumindest ein weiteres halbes Jahr erhalten. Im Sommer soll ein weiterer Anlauf auf die deutsche Bundesliga unternommen werden, bestätigte Hosiners Berater Wolfgang Rebernig am Freitagabend kurz vor Transferschluss.

Laut Rebernig habe es auch im Winter mehrere konkrete Anfragen gegeben. “Es waren sehr gute Sachen dabei, die sind mit Ende dieser Übertrittszeit aber auch nicht vom Tisch”, betonte der Rechtsanwalt. “2 bis 2,5 Millionen Euro Transfererlös sind auch im Sommer noch erzielbar.” In diesem Bereich soll sich die Forderung der Austria bewegen. Hosiners Vertrag läuft bis Sommer 2015. Die Gültigkeit einer vereins-seitigen Option auf Verlängerung bezweifelt Rebernig.

Deutschland weiterhin “Priorität Nummer eins”

Hosiners Berater geht ohnehin davon aus, dass sein Schützling den Sprung ins Ausland noch in diesem Jahr schafft. “Philipp ist total auf die Austria fokussiert. Er schießt im Frühjahr hoffentlich viele Tore, damit er interessant bleibt”, betonte Rebernig. In der Bundesliga waren es für den Schützenkönig der vergangen Saison bis zur Winterpause deren neun, dazu kamen zwei in der Champions League gegen Zenit St. Petersburg (4:1).

“Im Sommer war er mehr enttäuscht als jetzt”, sagte Rebernig über Hosiner. Damals war ein Transfer zu 1899 Hoffenheim am ‘Nein’ der Austria gescheitert. Noch immer interessieren sich mehrere deutsche Bundesliga-Clubs für den Burgenländer. Dazu kamen laut Rebernig Anfragen aus der Schweiz, Frankreich und England. “Deutschland war und ist aber nach wie vor seine Priorität Nummer eins.”

Im Winter seien Transfers stets schwieriger durchzuführen als im Sommer, erinnerte Rebernig. Dazu seien hohe Ablösen auf dem internationalen Markt nur noch in Ausnahmefällen zu erzielen. “Die Vereine schauen viel mehr aufs Geld.” Die Austria hat ob der Millionen aus der Champions League keinen Druck. Am Samstag (14.00 Uhr) bestreiten die Wiener einen Test bei ihrem Ex-Trainer Peter Stöger und dem 1. FC Köln – mit Philipp Hosiner.

(apa/red)

 

 

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