Fußball: Bullen wärmten sich mit 2:0 über Admira für Zagreb-Spiel auf

Patrick Wessely (l./Admira) gegen Marcel Sabitzer (r./Salzburg) am Samstag
Patrick Wessely (l./Admira) gegen Marcel Sabitzer (r./Salzburg) am Samstag ©APA
In der Fußball-Bundesliga hat am Samstag Red Bull Salzburg eine erfolgreiche Generalprobe für den anstehenden Auftritt in der Europa League abgeliefert. Dank des lockeren 2:0-Heimsieges über die Admira tankte der Doublegewinner Selbstvertrauen für das richtungsweisende Auswärtsspiel gegen Dinamo Zagreb.
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Obendrein bauten die Salzburger in der Tabelle den Vorsprung auf den WAC (0:1 in Ried) auf drei Punkte aus.

Freude bei Trainer Hütter

Trainer Adi Hütter freute sich darüber, dass der Erfolg trotz einiger prominenter Ausfälle wie Alan, Christoph Leitgeb oder Valentino Lazaro zu keinem Zeitpunkt gefährdet war. “Es war ein absolut souveräner Sieg, auch unter diesen Umständen, denn wir haben noch nie so miteinander trainiert. Die Mannschaft war über 90 Minuten voll fokussiert”, erklärte der Vorarlberger.

Seine Mannschaft blieb nach 13 Pflichtspielen erstmals wieder ohne Gegentor. “Endlich ist uns das gelungen. Die Innenverteidiger waren sehr konzentriert und Ilsanker hat seinen Part als Sechser hervorragend erfüllt”, freute sich Hütter und lobte auch seine Youngsters Ante Roguljic und Konrad Laimer. “Es war eine engagierte Leistung der Burschen.”

Man of the match: Jonatan Soriano

Matchwinner war aber ein 29-Jähriger: Jonatan Soriano erzielte einen Doppelpack, überholte damit Marc Janko um einen Treffer und ist mit 76 Toren Salzburgs neuer Liga-Rekordschütze. “Ich war heute gar nicht auf den Rekord eingestellt. Ich freue mich und es ist sehr schön, es spricht für meine Leistung, aber besonders für die Leistung der Mannschaft”, gab sich der Katalane bescheiden. “Dass ich alleiniger Rekordhalter bin ist nicht das Wichtigste für mich, das ist der Gesamterfolg der Mannschaft.”

Hütter streute seinem Goalgetter Rosen. “Er ist ein absoluter Leadertyp, eine Persönlichkeit. Mit seiner Präsenz und seiner Ausstrahlung bewirkt er sehr viel. Er ist nicht der Kapitän, der große Töne spuckt, sondern auf dem Rasen Leistung zeigt”, meinte der Ex-Teamspieler und hob auch die Klasse von Kevin Kampl und Marcel Sabitzer hervor.

Wechseln Kampl und Sabitzer?

Wie lange die beiden Letzteren noch in der Mozartstadt zu sehen sein werden, ist jedoch offen – Spekulationen um einen Wechsel der Salzburger Schlüsselspieler zur Red-Bull-Zweigstelle in Leipzig erhielten am Samstag durch ein “profil”-Interview von Sportdirektor Ralf Rangnick neue Nahrung. Hütter sieht die Situation aber betont gelassen. “Falls der eine oder andere nach Leipzig gehen sollte, dann wird es Möglichkeiten geben, diese Spieler adäquat zu ersetzen.”

EL-Gastspiel in Zagreb

Im Mittelpunkt steht derzeit ohnehin nur das Europa-League-Gastspiel am Donnerstag in Zagreb. Im Falle eines Sieges gegen Dinamo wären die Salzburger schon vorzeitig für das Sechzehntelfinale qualifiziert. “Wir fahren jetzt mit breiter Brust nach Zagreb und wollen dort den Sack zumachen”, kündigte Kampl an. Soriano meinte: “Wir sind auf jeden Fall bereit für Zagreb, zumal auch wichtige Spieler zurückkommen.”

WAC verlor gegen Ried

Der erste Salzburg-Verfolger WAC verlor mit dem 0:1 in Ried an Boden. Laut Trainer Dietmar Kühbauer hätte seine Mannschaft zumindest einen Punkt verdient gehabt. “Ein Unentschieden wäre gerecht gewesen”, sagte der Burgenländer, gab aber zu, dass den Wolfsbergern “wenig Produktives” im Spiel nach vorne gelang.

Die Rieder hingegen jubelten über einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf. “Fußballerisch war das eines unserer besten Spiele”, sagte Coach Oliver Glasner. Sein Club liegt nun fünf Punkte vor Schlusslicht SC Wiener Neustadt, auch weil die Niederösterreicher Wetterpech hatten. Ihr Heimspiel gegen Grödig wurde nach knapp 20 Minuten beim Stand von 1:0 für die Gastgeber wegen starken Nebels abgebrochen. Nachholtermin ist der kommende Mittwoch.

Gemäß Paragraf 6, Absatz 4 der Liga-Spielbetriebsrichtlinien beginnt die Partie wieder mit der 1. Minute und beim Stand von 0:0 – sehr zum Ärger des Wiener-Neustadt-Managers Günter Kreissl, der eine Änderung dieser Regelung anregte.

(apa/red)

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