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"Fußball wird missbraucht"

Die Großen der Branche fürchten weniger direkte wirtschaftliche Auswirkungen aus der Insolvenz der KirchMedia AG, stattdessen umso mehr einen schwer zu reparierenden Image-Schaden für den deutschen Fußball.

“Das Kernproblem ist, dass das Publikum an der Nase herumgeführt wird”, erklärte Hertha BSC-Manager Dieter Hoeneß. Weder würde es um Steuergelder für Millionäre gehen, noch seien die großen Probleme von Kirch und Premiere vorrangiges Verschulden der Bundesliga. Genau dieser Eindruck aber werde vermittelt: “Wir sind nicht schuld, wir sind Leidtragende”, machte Hoeneß deutlich.

“Wir dürfen nicht in Hektik verfallen”, forderte Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandschef von Branchenführer Bayern München zur Besonnenheit und zur sachlichen Diskussion auf. “Das Wichtigste scheint gewährleistet: Dass die letzte Rate am 15. Mai von Kirch bezahlt wird”, betonte Rummenigge in einem Interview. Mit den 100 Millionen Euro wäre gewährleistet, dass die Zweite Liga und sechs, sieben kleine Erstliga-Klubs nicht in einen Liquiditätsengpass kommen.

“Nichts wird wegbrechen. Bundesliga-Fußball ist ein Markenartikel. Da ist so viel Mist geredet worden”, erregte sich Hertha-Macher Hoeneß über die teilweise “unwürdige und populistische” Darstellung der Kirch-Krise über die Öffentlichkeit. “Der Fußball wird missbraucht”, behauptete Hoeneß.

“Vielleicht setzt man sich jetzt international zusammen und versucht, das Ganze zu regenerieren”, sagte Bayern-Präsident Franz Beckenbauer. In der Insolvenz von Kirch sieht der “Kaiser” auch “eine Chance, das ganze System zu überdenken, zumal im gesamten europäischen Fußball viele Klubs große Probleme haben”.

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