Furcht vor Gewalteskalation in Mexiko

Anführers des Golf-Kartells, Ezequiel Cardenas Guillen
Anführers des Golf-Kartells, Ezequiel Cardenas Guillen ©EPA
Nach der Tötung eines der wichtigsten mexikanischen Drogenbosse vergangene Woche befürchten die Behörden eine Zunahme der Gewalt zwischen den Drogenkartellen.

Der Tod des gegenwärtigen Anführers des Golf-Kartells, Ezequiel Cardenas Guillen, auch bekannt als Tony Tormenta, werde kurzfristig sicher die Instabilität innerhalb der kriminellen Organisationen erhöhen, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörden am Montag. Die Regierung nannte die Tötung Cardenas Guillen “sehr bedeutend”.

Der 48-Jährige, auf dessen Kopf ein millionenschweres Kopfgeld von Mexiko und den USA ausgesetzt war, war am Freitag in Matamoros an der Grenze zum US-Staat Texas bei einer dreistündigen Schießerei mit der Armee getötet worden. Ebenfalls ums Leben kamen bei dem Feuergefecht drei Bandenmitglieder, zwei Soldaten und ein Journalist. Am Montag gingen in Matamoros in mehreren Schulen Bombendrohungen ein, weshalb die Polizei den betroffenen Einrichtungen empfahl, geschlossen zu bleiben.

Das Golf-Kartell, dessen Führung Cardenas Guillen 2003 nach der Festnahme seines Bruders übernahm, lieferte sich heuer einen besonders brutalen Kampf um Drogenrouten und Märkte mit seinen Konkurrenten der Zetas. In Mexiko sind seit dem Beginn einer Militäroffensive gegen die Drogenkartelle im Jahr 2006 mehr als 28.000 Menschen getötet worden. Trotz der Ausschaltung einer ganzen Reihe von Drogenbossen ist es der Regierung bisher nicht gelungen, die Gewalt unter Kontrolle zu bekommen.

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