Fünf Grillmythen auf der Spur

Was ist das an diesen fünf Grillmythen dran?
Was ist das an diesen fünf Grillmythen dran? ©pixabay.com
Manche Mythen über das Grillen halten sich hartnäckig. Ob Sie Fleisch mit Bier ablöschen sollten oder eine Gabel zum Wenden geeignet ist, darüber wird oft an der Feuerstelle gefachsimpelt. Unsere Hinweise sollen Ihnen dabei behilflich sein, dem Grillen entspannter zu begegnen.

Die richtige Temperatur

Glühende Kohlen eignen sich noch nicht dazu, mit dem Grillen zu beginnen. Der richtige Zeitpunkt ist erst erreicht, wenn sich auf der Holzkohle eine weiße Ascheschicht gebildet hat. Dann können Sie davon ausgehen, dass eine Temperatur von 250 Grad vorliegt. Mindestens 200 Grad sind nötig, um eine chemische Reaktion im Grillfleisch auszulösen. Dieser Vorgang wird fachsprachlich als Maillard-Reaktion bezeichnet. Dabei gehen die Eiweiß- und Zuckermoleküle im Fleisch eine irreversible Verbindung ein, die Sie geschmacklich als Kruste erleben. Bei einer richtigen Temperatur kann sich das Aroma intensiv entfalten und das Grillgut ausreichend bräunen. Ist die Hitze zu gering, bleibt das Fleisch am Rost kleben. Bei zu hoher Wärmezufuhr verbrennt Ihnen alles.

Gabel zum Wenden des Fleischs

Viele gehen davon aus, dass eine Gabel zum Wenden richtig ist. Für Würstchen mag das Hilfsmittel geeignet sein. Sie vertragen die Einstiche und platzen dadurch weniger auf. Sobald eine Gabel beim Fleisch verwendet wird, verliert es seinen Saft und trocknet beim Garen aus. Auch für ein gelegentliches Grillen ist die Anschaffung eines flachen Wenders durchaus eine Überlegung wert. Der Kauf einer hochwertigen Grillzange erweist sich schnell als gute Investition. Oder ist die passende Idee für ein praktisches Geschenk. Worauf Sie unbedingt achten sollten, dass die Zange lang genug, rutschfest, pflegeleicht, rostfrei und stabil ist.

Fleisch mit Bier ablöschen

Angeblich soll das Ablöschen mit Bier, dem Grillfleisch mehr Aroma verleihen. Tatsächlich tropft das Bier vom Fleisch in die Glut und verringert die nötige Temperatur. Dadurch wird Asche aufgewirbelt, die sich auf dem Fleisch ablegen kann. Eine Verbesserung des Aromas lässt sich mit diesem Vorgehen nicht erzielen. Wenn Sie wirklich Raffinesse in Ihr Fleisch bringen wollen, dann legen Sie das Grillgut selbst in eine Marinade ein oder kaufen es bereits mariniert an der Theke im Fachhandel.

Steak grillen

Oft wird davon ausgegangen, dass ein Steak beim Grillen mehrfach gewendet werden sollte. Entgegen der bisherigen Annahme drehen Profis ihr Grillfleisch nur einmal um. Mit diesem Vorgehen erzielen Sie eine schmackhafte Kruste. Tritt an der Fleischoberfläche der Saft aus, dann ist der richtige Augenblick zum Wenden gekommen.

Brikett oder Holzkohle?

Mittlerweile ist beim Grillen ein Trend ersichtlich, dass Brikett der Holzkohle vorgezogen wird. Für das kurze Grillen eignet sich vor allem Holzkohle. Sie lässt sich leichter entzünden und glüht schneller durch. Jedoch geht den Holzkohlestückchen rascher die Wärme verloren. Bei einem langen Grillabend verwenden Sie am besten Brikett. Beim Anzünden zu pusten oder zu fächeln, können Sie sich mit einem Anzündkamin sparen. Wenn Sie nicht wissen, ob Sie Brikett oder Holzkohle kaufen sollen, dann lassen sich beide Materialien miteinander mischen.

  • VIENNA.AT
  • Grillen
  • Fünf Grillmythen auf der Spur
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen