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Fußball-Aktien für alle!

Jetzt kann jeder ein Stück vom FK Austria Wien besitzen: Der Traditionsverein wird zur Aktiengesellschaft und geht an die Börse.

Ausgerechnet am Todestag seiner Legenden Matthias Sindelar und Ernst Ocwirk hat der österreichische Fußball-Meister FK Austria Wien die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt.

Die ordentlichen Mitglieder segneten am späten Dienstagabend in der Generalversammlung im Wiener Rathauskeller eine Statutenänderung zur Ausgliederung der Profi-Abteilung in eine Kapitalgesellschaft mit dafür notwendiger Zwei-Drittel-Mehrheit ab. Der Traditionsverein (gegründet 1911) wird damit zu einer Aktiengesellschaft (AG).

Nach dem angekündigten Auslaufen des Betriebsführungsvertrag von Mäzen Frank Stronach und dessen Magna-Konzern mit 30. Juni 2007 sei dies die einzige Möglichkeit für eine Fortführung des Klubs. Darüber waren sich sämtliche wichtige violette Entscheidungsträger einig. Schließlich votierten auch 134 von 153 anwesenden Stimmberechtigten (insgesamt 195) nach langen und intensiven Diskussionen für den Antrag, den Manager Markus Kraetschmer präsentiert hatte. Erster Aufsichtsrats-Vorsitzender der AG soll Wolfgang Katzian werden, der wie erwartet mit rund 80 Prozent Zustimmung auch zum neuen Austria-Präsidenten gewählt wurde.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) folgt damit dem im Dezember zurückgetretenen Peter Langer nach. Als Katzians Vizepräsidenten fungieren Rudolf Reisner, der Geschäftsführer der Werbeagentur Wirz, und Andreas Rudas, der Osteuropa-Geschäftsführer der WAZ-Gruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung). Letzterer wird in zwei Wochen allerdings – laut eigenen Angaben auf Grund der Unvereinbarkeit seiner Funktionen – durch einen noch zu bestimmenden Vertreter des Großsponsors Verbund ersetzt.

Die zukunftsweisende Generalversammlung des aktuellen Bundesliga-Schlusslichts hätte ursprünglich bereits am 19. Dezember über die Bühne gehen sollen, war allerdings auf Grund des Rücktritts von Langer auf 23. Jänner verschoben worden. Bis Mai soll ein rechtliches Grundgerüst der AG stehen, im Juli soll sie nach dem offiziellen Ende der Stronach-Ära operativ tätig werden. „Wir wollen die Austria wieder auf eine solide Basis stellen“, erklärte Neo-Klubchef Katzian. „Die nächsten Tage und Wochen werden wir zu dementsprechenden Vorbereitungen nutzen.“

Im Austria-Kuratorium führt weiterhin der Wiener Bürgermeister Michael Häupl den Vorsitz. Sein Stellvertreter ist der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl. Das Gremium wurde zudem von 31 auf 20 Mitglieder abgespeckt. Vorsitzender des achtköpfigen Verwaltungsrats ist der ehemalige Innenminister und SPÖ-Pensionistenchef Karl Blecha, sein Stellvertreter Harald Himmer, der Vorstand-Vorsitzende von Alcatel. Auch Langer bleibt der Austria erhalten und sitzt in Zukunft im achtköpfigen Verwaltungsrat.

Vorerst keine Neuigkeiten gab es auf der Generalversammlung im Bezug auf die geplante Verpflichtung von Altach-Stürmer Leonardo zu berichten. Der 26-Jährige steht auf der Wunschliste der Austria ganz oben und soll noch in der eine weitere Woche dauernden Winter-Übertrittszeit nach Wien wechseln. Der Brasilianer, der in der laufenden Saison bereits elf Tore für den Aufsteiger erzielt hat, soll den Meister aus dem Abstiegskampf schießen. „Das unmittelbare Ziel ist es, raus aus dem Keller zu kommen“, bestätigte Katzian. „Wir werden alles dafür tun, um die Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.“

Nach der Generalversammlung gab Austria-Manager Markus Kraetschmer folgende Stellungnahme ab: „Ich bin sehr froh und erleichtert. Wir haben in letzter Zeit sehr intensiv gearbeitet. Und das ist eine schöne Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Jetzt beginnt aber die eigentliche Arbeit. Die nächste Hürde ist die Lizenz. Wir werden unsere Arbeit mit dem neuen Präsidium, das ebenfalls ein enormes Vertrauensvotum erhalten hat, fortsetzen.“

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