Frühlingsbeginn im März war ungewöhnlich kalt und wechselhaft

Der Frühlingsbeginn war heuer ungewöhnlich kalt.
Der Frühlingsbeginn war heuer ungewöhnlich kalt. ©pixabay.com (Sujet)
Der lang ersehnte Frühling brachte statt milden Temperaturen eher eine Winterverlängerung. Laut dem Wetterdienst UBIMET verlief der März 2018 kalt und oft zu trocken. Dazu gab es vielerorts weniger Sonnenschein als üblich.

 Der März, aus meteorologischer Sicht der erste Monat des Frühlings, zeigte sich heuer von seiner winterlichen Seite. Im Flächenmittel war die Durchschnittstemperatur sogar vergleichbar mit jener des Jänners, der heuer außergewöhnlich warm ausgefallen ist.

Besonders markant war die Abweichung im Osten: “Vom Waldviertel über das Wiener Becken bis zum Grazer Becken war es teils sogar 2 Grad kälter als im Mittel” analysiert UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. Im äußersten Westen und im Hochgebirge fällt die Abweichung hingegen nur gering aus.

März 2018 verlief kalt und vielerorts oft zu trocken

Sowohl der meteorologische wie auch der astronomische Frühlingsbeginn waren heuer ungewöhnlich kalt. Ursache dafür waren zwei ausgeprägte Ostlagen, wobei eisige Luftmassen aus dem Norden Russlands in den Alpenraum gelangten. Örtlich wurde sogar der kälteste astronomische Frühlingsstart seit Messbeginn verzeichnet, wie etwa in Mariazell mit maximal -4,9 Grad am 20. März.

Dazu gab es ungewöhnlich viele Eistage: “In Wien kam die Temperatur an 5 Tagen nicht über die 0-Grad-Marke hinaus”, sagt Spatzierer. Im langjährigen Mittel kommt das im März nur einmal vor. Den letzten Eistag gab es zudem am 19., nur im März 2013 war das noch später der Fall. Die 20-Grad-Marke wurde dagegen nicht geknackt: Am Karfreitag sorgt der Föhn an der Alpennordseite zwar für milde Temperaturen mit bis zu 19 Grad in Salzburg, voraussichtlich gibt es aber erstmals seit 1996 keine 20 Grad in März.

Rege Tiefdrucktätigkeit über dem Mittelmeer sorgte im Süden und Südosten des Landes gebietsweise für durchschnittliche Niederschlagsmengen. An der Alpennordseite und im Nordosten wurden hingegen vielerorts meist nur 30 bis 60 Prozent des Solls erreicht. Bei der Sonnenscheindauer gab es mit 65 bis 80 Prozent ebenfalls unterdurchschnittliche Werte, nur an der Alpennordseite vom Tiroler Unterland über Salzburg bis nach Oberösterreich fällt die Abweichung geringer aus.

Wechselhaftes Aprilwetter zu Ostern

Die letzten Tage des Monats verlaufen ausgesprochen wechselhaft: “Am Freitag sorgt teils stürmischer Föhn in den Nordalpen für Temperaturen von bis zu 19 Grad”, prognostiziert Spatzierer. Der Samstag bringt im Nordosten nochmals Temperaturen von bis zu 17 Grad, aus Westen folgt aber bereits eine Kaltfront mit Regen bzw. im mittleren Höhenlagen auch ein wenig Schnee.

Der neue Monat beginnt dann mit einem stürmischen Osterfest: Ein kräftiges Tief über Polen sorgt an der Alpennordseite für unbeständiges Wetter mit Regen- und Graupelschauern, dazu kommt im Donauraum und im Nordosten stürmischer Westwind auf.

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