Fronten zwischen ORF-Geschäftsführung und Betriebsrat verhärten sich

Belegschaftsvertretung listet "Sündenregister" der Geschäftsführung auf.
Belegschaftsvertretung listet "Sündenregister" der Geschäftsführung auf. ©AP
Das Gesprächsklima zwischen ORF-Geschäftsführung und Zentralbetriebsrat wird derzeit wieder deutlich rauer. In einem offenen Brief warf der Vorsitzende des Zentralbetriebsrats, Gerhard Moser, ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz vor, "bewusst oder unbewusst die sozialpartnerschaftlichen Mechanismen im Haus aufs Spiel gesetzt" zu haben.

Konkret kritisierte Moser die – aus seiner Sicht – Tatenlosigkeit der Geschäftsführung in Sachen Freie Mitarbeiter und die öffentlichen Ankündigungen über die anstehenden Kollektivvertragsverhandlungen.

Moser stört sich insbesondere daran, dass der Kaufmännische Direktor des ORF, Richard Grasl, trotz der Bitte dies nicht zu tun, bereits die Forderungen der Geschäftsführung hinsichtlich der KV-Verhandlungen öffentlich vorweggenommen habe, ohne die Belegschaft oder deren Vertretung darüber zu informieren. “Gleichzeitig redet ihr in ‘Führungskräfteklausuren’ darüber, dass das ‘öffentliche und interne Miesmachen und Vernadern’ abgestellt werden müsse. Kommentar erübrigt sich”, so der Zentralbetriebsratsobmann.

Schlecht informiert fühlen sich die Belegschaftsvertreter auch hinsichtlich der bevorstehenden vorübergehenden Absiedelung von 600 Mitarbeitern aus der ORF-Zentrale. Mosers Fazit: “So – alles zusammen genommen ohne noch weitere Punkte anführen zu wollen – geht man mit der Belegschaft eines öffentlich-rechtlichen Unternehmens und ihrer Vertretung nicht um.” (APA)

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