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"FridaysForFuture": Hunderte Schüler bei Klima-Demo in Wien unterwegs

Am Freitag fand die zweite weltweite Klima-Demo statt.
Am Freitag fand die zweite weltweite Klima-Demo statt. ©APA/Lukas Huter
Am Freitag geht die zweite weltweite "FridaysForFuture"-Demonstration über die Bühne. In Wien waren hunderte Schüler auf den Straßen unterwegs.
Bilder der Demo

Im Zuge der zweiten weltweiten “FridaysForFuture”-Proteste für mehr Klimaschutz am Freitag sind auch in Österreich vor allem Schüler auf die Straße gegangen. Am Wiener Heldenplatz versammelten sich hunderte Demonstranten, um dann gemeinsam durch die Innenstadt zu ziehen. “Heute haben wir noch Hoffnung – in zehn Jahren nicht mehr”, sagte eine Sprecherin.

Wien: Rund 1.500 zeigten ihren Unmut

Die laut Polizei rund 1.500 Demonstranten taten ihren Unmut auch in vielen Schildern kund, auf denen etwa “Make the climate cool again”, “Keine Ausreden mehr” oder “Wir streiken, bis ihr handelt” zu lesen war. Die Redner bei der Anfangskundgebung riefen die – bereits wahlberechtigten – Teilnehmer dazu auf, bei der EU-Wahl mitzumachen: “Stimmt im Sinne von uns allen”. Bei dem Protest konnten aber alle eine “Wahlkarte für die Zukunft” ausfüllen, die dann in einer gläsernen Urne vor dem Haus der Europäischen Union gesammelt und an einen Kommissionsvertreter übergeben wurden.

Anschließend wurde vor dem Rathaus die Forderung nach der Ausrufung des Klimanotstands an die Wiener Stadtregierung herangetragen. “Dies bedeutet eine Selbstverpflichtung, die Klimakrise als solche anzuerkennen, an die Bevölkerung zu kommunizieren und Klima- und Umweltschutzmaßnahmen in allen Belangen vorrangige Priorität einzuräumen”, hieß es.

Klima-Demo in Wien: Schlusskundgebung am Heldenplatz

Um 13.00 Uhr war dann am Wiener Heldenplatz die Schlusskundgebung angesetzt. Die Organisatoren kündigten aber an, die Proteste weiterhin solange fortzusetzen “bis die Politiker reagieren”. Am nächsten Freitag wird erneut – wenn auch in kleinerem Rahmen – der Schulstreik fortgesetzt. Doch bereits am Dienstag wird es wohl erneut zu einem Massenaufmarsch am Heldenplatz kommen: Hier wird beim “Austrian World Summit” die Initiatorin der “FridaysForFuture”-Bewegung, die 16-jährige Greta Thunberg, nach Wien kommen. Ab 17.00 Uhr soll sie dann – gemeinsam mit Gastgeber Arnold Schwarzenegger – eine frei zugängliche Rede halten.

Die Demonstration war am Freitag überschaubarer als die erste am 15. Mai. Hier gingen österreichweit rund 20.000 und in Wien rund 10.500 junge Leute auf die Straße.

Umwelt-NGOs unterstützten die Schüler

Unterstützung gab es erneut von den Umwelt-NGOs: “Viele Schülerinnen und Schüler, die heute für ihre Zukunft auf die Straße gehen, können bei der bevorstehenden EU-Parlamentswahl nicht mitreden. Daher liegt es in den Händen aller Wahlberechtigten, am 26. Mai auch zugunsten der kommenden Generationen ein gerechtes, ökologisches und unabhängiges Europa zu wählen”, sagte Greenpeace-Klimaexperte Adam Pawloff. Auch Global 2000-Klimasprecher Johannes Wahlmüller forderte “eine soziale und ökologische Ausrichtung der EU, damit wir die Klimakrise lösen können”. Der WWF Österreich verlangte von allen Parlamentsparteien, “noch vor der Neuwahl ein ambitioniertes Klimaschutz-Programm mit konkreten Maßnahmen auf Schiene zu bringen”.

Thunberg beteiligt sich am nächsten Streik in Wien

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg wird sich an dem Schulstreik am kommenden Freitag am Wiener Heldenplatz beteiligen. “Sie wird mit uns gemeinsam demonstrieren”, sagte ein Sprecher von “FridaysForFuture”-Wien der APA.

Die Teilnehmerzahl bei den heutigen Protesten bezifferte er mit 7.000 bis 8.000 Personen. Die Polizeizahl von 1.500 sei ganz am Anfang beim Treffpunkt am Heldenplatz gezählt worden. Der Demozug sei im Laufe des Vormittags dann aber deutlich angewachsen. Österreichweit seien 25.000 Menschen auf die Straße gegangen.

Durch die Teilnahme von Thunberg rechneten die Organisatoren für kommende Woche mit einer noch größeren Demonstration. Durch den Fenstertag hätten viele Schüler zudem frei und könnten sich so leichter an den Protesten beteiligen.

(APA/Red)

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