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Frühlingswetter sorgt für Fahrrad-Boom in Wien

Nach dem milden Winter, der Wien Rekordwerte beim Radverkehr verschafft hat, sorgt nun der Frühling für klingende Kassen bei den Fahrradhändlern.

Gerade Stadträder für die täglichen Fahrten verkaufen sich überdurchschnittlich gut, hieß es auf APA- Anfrage. Dass derzeit auch die Parkschein-Preise und Öffi-Tarife steigen, dürfte damit nur wenig zu tun haben.

Ich kann mich nicht beklagen“, sagte Fritz Aichinger, Sportartikel-Händler, Handelsobmann der Wiener Wirtschaftskammer und ÖVP-Gemeinderat: „Wir verkaufen Räder heuer schon seit Februar sehr gut.“ Um ein gutes Drittel liege man über den üblichen Werten für diese Jahreszeit, und beim Fahrradservice gebe es einen regelrechten Rückstau.

Gefragt seien bei ihm vor allem Stadtfahrräder, so Aichinger. Dass gerade jetzt so viele Räder gekauft würden, habe wohl vor allem mit dem Wetter zu tun, meinte er. Wegen teurerer Park- oder Fahrscheine steige kaum jemand aufs Fahrrad um. Da gehe es schon eher um Staus und den Parkplatzmangel in der Stadt.

Gestresst gab man sich bei der „Cooperative Fahrrad“, ein auf hochwertige Alltagsgeräte spezialisiertes Geschäft in Wien-Mariahilf. Räder für den Alltag gingen auch hier besser denn je, und auch Falträder – die aufgerüsteten Nachfolger der Klappräder der siebziger Jahre – seien sehr gefragt.

Nach Angaben der Stadt werden in Wien immer mehr Wege mit den Rad zurückgelegt. Der Anteil am Gesamtverkehr soll nach jahrelangem Dahindümpeln zwischen drei und vier Prozent inzwischen bei sechs Prozent liegen, und bis 2010 will man einen Radverkehrsanteil von acht Prozent schaffen.

Zählt man alles zusammen, kommt Wien auf 1.056 Kilometer an Radverkehrsanlagen. Heuer sollen 30 Kilometer dazu kommen, was der Stadt sechs Millionen Euro Wert ist.

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