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Früherer Wiener Vizebürgermeister Hubert Pfoch gestorben

Der frühere Wiener SPÖ-Vizebürgermeister Hubert Pfoch, langjähriger Stadtrat für verschiedene Geschäftsbereiche und Ehrenpräsident des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes (DÖW), ist im Alter von 88 Jahren gestorben.

Pfoch, am 25. Juni 1920 in Wien geboren, hatte den Tischlerberuf erlernt und schloss sich schon in der Jugend der sozialdemokratischen Bewegung an.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde er 1940 zum Arbeitsdienst und anschließend in die deutsche Wehrmacht eingezogen. Einschneidend war für Pfoch die Beobachtung eines Transportes von Warschauer Juden ins NS-Vernichtungslager Treblinka im August 1942. Die Fotos, die Pfoch davon heimlich und unter Lebensgefahr anfertigte, wurden nach Kriegsende im Prozess gegen den Kommandanten des Lagers, Franz Stangl, als Beweismittel verwendet. Gegen Kriegsende desertierte Pfoch und kehrt nach Wien zurück.

Nach dem Krieg wählte ihn die erste ordentliche Wiener Landeskonferenz der Sozialistischen Jugend zu ihrem Obmann. 1949 setzte er seine politische Tätigkeit als Mitglied des Wiener Gemeinderates fort. 1964 wurde Hubert Pfoch, der seit 1945 im Dienst der Stadt Wien stand, vom damaligen Bürgermeister Franz Jonas zum amtsführenden Stadtrat für öffentliche Einrichtungen berufen. 1969 wurde er Stadtrat des neu geschaffenen Ressorts für Hochbau, 1976 übernahm er nach der Neuordnung der Geschäftseinteilung den Bereich “Wohnen”, den er bis 1979 innehatte. 1973 bis 1978 war der sozialistische Politiker auch Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter.

Innerhalb der SPÖ bekleidete Pfoch ab 1971 den Posten eines stellvertretenden Landesparteiobmanns. 1979 erfolgte seine Wahl zum Ersten Präsidenten des Wiener Landtages. Diese Funktion hatte Hubert Pfoch bis 1984 inne. Im selben Jahr wurde er Präsident des DÖW, ein Amt, das er 2003 an den ehemaligen SPÖ-Finanzminister Rudolf Edlinger übergab. Für seine vielfältigen Verdienste um die Stadt Wien erhielt Pfoch zahlreiche Auszeichnungen und Würdigungen, u.a. wurde er 1986 zum “Bürger der Stadt Wien” ernannt.

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