Freude der ÖBB-Lehrlinge sinkt deutlich mit Lehrjahren

Lehrlinge der ÖBB sind zufrieden, allerdings nimmt die Zufriedenheit mit den Lehrjahren ab.
Lehrlinge der ÖBB sind zufrieden, allerdings nimmt die Zufriedenheit mit den Lehrjahren ab. ©APA/HANS PUNZ
Lehrlinge der ÖBB sind mit ihrem Job recht zufrieden. Allerdings sinkt die Freude mit den Lehrjahren deutlich ab. Weibliche Auszubildende haben mehr Freude an der Ausbildung, als ihre männlichen Kollegen.

Das Wohlbefinden der ÖBB-Lehrlinge nimmt mit den Lehrjahren deutlich ab. Auffallend ist, dass die weiblichen Auszubildenden deutlich mehr Freude mit der Lehre und ihren Ausbildern haben als ihre männlichen Kollegen, so das Ergebnis einer Umfrage der Arbeiterkammer mit 495 Lehrlingen (davon 96 weiblich). 42 Prozent der Mädchen, aber 29 Prozent der Burschen sprachen ihren Ausbildnern eine gute pädagogische Qualifikation zu.

Zufriedenheit der ÖBB-Lehrlinge sinkt mit den Lehrjahren ab

So waren im ersten Lehrjahr nur acht Prozent aller Auszubildenden mit dem Einfühlungsvermögen ihrer Ausbildner gar nicht zufrieden, nach vier Jahren waren es bereits 23 Prozent. Generell fehlt es den Lehrlingen an Lob und Wertschätzung, zeigt die Umfrage. Kritisiert wurde etwa anschreien und lächerlich machen. Wenig Druck spüren die Auszubildenden hingegen bei den Noten. Große Zufriedenheit herrscht bei den handwerklichen Ausbildungen wie Drehen, Schweißen und Fräsen - äußerst unbeliebt ist hingegen das Feilen.

Ausbildner haben mit Ende der Lehre weniger Fehlertoleranz

Mit dem Fortschreiten der Lehrlingsausbildung sinkt die Fehlertoleranz der Ausbildner deutlich. Registrierten zu Lehrbeginn nur vier Prozent der Auszubildenden keine Fehlertoleranz, so waren es im vierten Lehrjahr bereits 17 Prozent.

(APA/Red)

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