Freilassung von Sexualmörder spaltet Polen

Die Freilassung eines verurteilten Sexualmörders hat in Polen zu einer emotional geführten Diskussion über den Umgang mit möglicherweise rückfallgefährdeten Tätern geführt. Ein wegen des Missbrauchs und der Ermordung von vier Buben zu 25 Jahren Haft verurteilter Mörder wurde am Dienstag aus dem Gefängnis entlassen.


Nach Angaben von Innenminister Sienkiewicz wird der Mann unter Polizeischutz gestellt, nachdem es Drohungen gegen den 51-Jährigen gab. Den Tag über hatte stundenlang Unklarheit geherrscht, ob der Häftling bereits auf freiem Fuß war. Erst am Abend gab die Gefängnisleitung bekannt, dass er sich nicht mehr in Haft befinde.

Das zuständige Gericht im südostpolnischen Rzeszow muss nun über einen Antrag auf eine Einweisung in eine psychiatrische Klinik entscheiden. Die Richter wollen aber zunächst am 3. März Experten and Ermittler anhören. Umfragen zufolge spricht sich eine Mehrheit der Polen gegen die Freilassung des Mannes aus und fordert, ihn zum Schutz der Gesellschaft in Sicherheitsverwahrung zu geben.

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