Freiheit für die Stadien

Heinz Fahnler, der Vorsitzende der Sicherheitskommission der Fußball-Bundesliga, sieht hinter den überarbeiteten Sicherheitsrichtlinien für die kommende Saison die Vision eines "zaun- und polizeifreien Stadions".

Zu diesem Zweck hat im vergangenen Winter eine Projektgruppe das neue Sicherheitskonzept ausgearbeitet. Dabei standen vor allem die Harmonisierung von diversen Bestimmungen mit den Vorgaben der UEFA sowie österreichweit einheitlicher Regelungen betreffend Fan-Choreografien und Handhabung des Stadionverbots am Programm.

Auch wurde definiert, welche Gegenstände mit ins Stadion genommen werden dürfen und welche nicht. So sind zum Beispiel Schirme mit Holz- und Metall-Spitzen verboten, Knirpse hingegen werden an den Stadiontoren ebenso wenig konfisziert wie Tetrapak mit bis zu einem halben Liter Inhalt. Flaschen und Dosen sind jedoch untersagt.

Um die Fan-Kultur zu fördern, sollen bei Fan-Choreografien im Hinblick auf die Sicherheitslinien Ausnahmen (zum Beispiel bei Pyrotechnik, überdimensionalen Fahnen, Trommeln, Megafonen) gemacht werden. Besonderes Augenmerk wird auch auf die Ordnerschulung gelegt. Die privaten Ordnerdienste sollen die Exekutive in den Stadien so weit wie möglich ablösen. Einem von jedem Verein zu ernennenden Sicherheitsbeauftragten kommt große Bedeutung zu. Er soll mit diversen Fan-Gruppen in Kontakt sein und zudem als Bindeglied im Zusammenspiel von privaten Ordnerdiensten und Exekutive fungieren.

Um Unruhestifter in den Arenen so schnell wie möglich zu identifizieren und aus dem Verkehr zu ziehen, empfahl Fahnler den Klubs die Installation von Überwachungskameras nach Vorbild England.

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • Freiheit für die Stadien
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.