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"Freiheit für Straßenmusikanten"

Mehr Freiheit für Wiener Straßenmusikanten fordert eine Plattform aus dem sozialen und künstlerischen Bereich.

Bekrittelt wird die Straßenkunstverordnung des Magistrats der Stadt Wien, die musikalische Darbietungen im öffentlichen Raum nur an genau festgelegten Punkten und zu bestimmten Zeiten gestattet.

In einer Pressekonferenz am Dienstag sprach sich der Intendant des jährlich stattfindenden Akkordeonfestivals, Friedl Preisl, gegen jene „Platzkarten“ aus, die nach der Verordnung für elf Wiener Standorte beantragt werden müssen. Denn diese würden von Land zu Land ziehende Musiker benachteiligen, war er sich mit dem Akkordeonspieler Krzysztof Dobrek einig.

Die Platzkarten würden jeweils für einen ganzen Monat ausgegeben, nötig sei zudem ein Meldezettel, meinte Dobrek. Um zu verhindern, dass sich Musikgruppen etwa gegenseitig stören oder es Streit um Plätze gibt, schlug Friedl Mediatoren vor. Diese könnten Polizisten oder – im U-Bahn-Bereich – Mitarbeiter der Wiener Linien sein.

Erhoben wurde die Forderung anlässlich der Aktion „F13“. Diese findet anlässlich des 13. April 2007, einem Freitag, statt. Dabei soll eine „Umkehrung der Verhältnisse“ zelebriert werden: So soll dieser Tag zu einem „Glückstag“ für so genannte Randgruppen werden, erklärte Angela Traußnig von der Obdachlosen-Zeitung „Augustin“ bei der Pressekonferenz.

Eine Forderung, die mit Aktionen am 13. April untermauert werden soll, ist auch Freifahrt für Obdachlose, Sozialhilfeempfänger und Asylwerber. Geplant ist an diesem Freitag auch die Aktion „Es lebe das Akkordeon der Armen“ mit improvisierten Konzerten bekannter Wiener Akkordeonisten in der Karlsplatz-Passage beim Ausgang Resselpark. Diese richtet sich gegen die „Anti-Bettler-Durchsagen“ der Wiener Linien und gegen das behördliche Vorgehen gegen Straßenmusikanten.

Auf den „Schwund öffentlicher Bänke“ soll mit der Aktion „Bankraub“ in Mariahilf aufmerksam gemacht werden. Ausklingen lassen können Interessierte den Abend im Amerlinghaus, wo die „Adrian Gaspar Gypsy Combo“ bei freiem Eintritt zum Tanz aufspielt. Das Fest ist Bestandteil der „Sinnlichen Nacht des Akkordeons“, bei der “Überlebenskünstler“ an vier verschiedenen Orten in Wien – neben dem Amerlinghaus auch im „Ost Klub“, im „dietheater Künstlerhaus“ und im Cafe Europa – aufspielen werden.

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