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Freies Müllgebiet?

Neben köstlichen Speisen, Antiquitäten und Gewand, bescheren die Wiener Märkte der Bevölkerung nicht nur Freude.

Viele Menschen lieben sie – die Wiener Märkte. Ihr breites Angebot reicht  über kulinarische Köstlichkeiten, Antiquitäten, bis hin zu Bekleidungsgeschäften. Doch wie es im Sprichwort so schön heißt: “Des einen Freud, des anderen Leid.”Rund um die Marktstände sammelt sich enorm viel Müll an, aber zum Glück gibt es in Wien Menschen, die diesem Umstand Abhilfe schaffen.

Roman arbeitet seit 5 Monaten bei der Gemeinde, Günther seit 3 Jahren. Ihr Dienst beginnt um 6.00 in der Früh und endet um 14.30. Auch wenn es stürmt, schneit und bitterkalt ist, aufwärmen dürfen sie sich nur in der Frühstücks-und in der Mittagspause. Trotzdem kehren sie Tag für Tag den Mist der Wiener zusammen. Rund um das Marktgebiet gibt es natürlich mehr Müll als sonstwo.”Da kann man nix machen, das ist halt so, Mist ist Mist”, meint Günther.

Ratten sieht man hier am Naschmarkt fast gar keine, denn es wird genügend Gift gestreut. Doch was extrem auffällt, sind die vielen toten Tauben, die es wegzuräumen gilt. Zwei bis drei Taubenleichen finden Günther und Roman pro Woche. Manchen fehlt sogar der Kopf. Warum das so ist, wissen die beiden nicht, aber es könnte durchaus sein, dass die Standler das lästige Gefieder beseitigen wollen. Die meisten toten Tauben finden sie bei der naheliegenden U-Bahnstation. Günther glaubt, dass das deshalb der Fall ist, weil die Menschen die Tauben noch immer so viel füttern und die U-Bahnstation beim Marktgebiet somit ein guter Niederlassungsplatz für Tauben ist.

Eine weitere Aufgabe der beiden Gemeindebediensteten,die sehr mühsam ist, ist das Herunterkratzen von aufgekleisterten Plakaten und Flyern, die die Menschen verbotener Weise auf Masten von Straßenlaternen, Hydranten und Mistkübel kleben.

Was die beiden fleißigen Saubermacher auch nicht verstehen, dass, obwohl genügend Müllcontainer vorhanden sind, die regelmäßig ausgeleert werden, viele Marktbesucher, den Mist einfach daneben hinleeren. Was jedoch massenweise in den Müllcontainern landet, sind den Marktständen übriggebliebene Lebensmittel. Ein Punkt, der ärgerlich ist und so mancher Wiener darüber nachdenken soll, wo man doch gerade beim Flanieren durch einen Markt auf viele unterstandslose Mitbürger trifft.

 

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