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Frauenberger verleiht Wiener Tierschutzpreis

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Tierschutzstadträtin Sandra Frauenberger hat gemeinsam mit dem Wiener Tierschutzombudsmann Mag. Hermann Gsandtner Freitag Abend im Wiener Rathaus den Wiener Tierschutzpreis 2008 verliehen.

Der Preis, der von der Tierschutzombudsstelle Wien seit 2005 ausgeschrieben wird und mit 4000 Euro dotiert ist, wird für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Tierschutzes vergeben. Insgesamt wurden heuer 11 Arbeiten eingereicht. Drei Arbeiten wurden von einer Fachjury, der u.a. hochkarätige ExpertInnen der Veterinärmedizinischen Universität und der Universität für Bodenkultur angehörten, prämiert. Die ausgezeichneten Arbeiten beschäftigen sich mit der Verbesserung der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung:

Frauenberger: “Wien forciert bewusst Vernetzung von wissenschaftlicher Forschung und praktischer Tierschutzarbeit”

Die Tierschutzstadträtin betonte in ihrem einleitenden Statement, dass die wissenschaftliche Tierschutzforschung für die kontinuierliche Verbesserung des präventiven Tierschutzes unerlässlich sei. Tierschutz und ökologische Tierhaltung müssen zum Nutzen aller unabdingbar miteinander verbunden werden, unterstrich Frauenberger. Denn ein optimales Lebensumfeld für Tiere bedeute, so die Tierschutzstadträtin weiter, auch mehr Sicherheit und bestmögliche Qualität für KonsumentInnen. Die prämierten Arbeiten bezeichnete sie als hervorragende Beispiele für eine funktionierende Symbiose zwischen Forschung und praktischer Tierschutzarbeit. Dass der Wiener Tierschutzpreis am Abend vor dem Welttierschutztag am 4. Oktober vergeben werde, habe zudem eine hohe Symbolwirkung.

Frauenberger wörtlich: “Die Stadt Wien setzt mit dem Tierschutzpreis bewusst eine Initiative, um die Vernetzung mit der Wissenschaft zu forcieren und Forschungsergebnisse in praktische Tierschutzarbeit einfließen lassen zu können. Damit wollen wir auch die Qualität und die Innovationsfähigkeit der Tierschutzarbeit in Wien weiterhin sicherstellen.” Frauenberger zeigte sich außerdem erfreut, dass die drei prämierten Arbeiten von Wissenschafterinnen stammen. Frauen in Wissenschaft und Forschung zu fördern sei ihr als Frauenstadträtin ein wichtiges politisches Anliegen und Initiativen, wie der Tierschutzpreis seien ein Beitrag, hoch qualifizierte und engagierte Frauen aus der Wissenschaft vor den Vorhang zu holen, sagte sie.

Die prämierten Arbeiten – Verbesserung der Nutztierhaltung im Mittelpunkt

DI Elisabeth Theresia Gratzer und DI Michael Meissinger Curde wurden für ihre Arbeit “Forschung zur Ökologischen Tierhaltung” ausgezeichnet. Ziel war die Darstellung der geleisteten Forschungsarbeit zur ökologischen Tierhaltung in Österreich, Deutschland und der Schweiz im Zeitraum 1998 bis 2003. Wichtige Forschungsdefizite, die im Rahmen dieser Arbeit ausgezeigt wurden, beziehen sich unter anderem auf die Weiterentwicklung von Haltungssystemen sowie auf eine für den ökologischen Landbau geeignete Zucht.

DI Simone Szabo setzte sich in ihrer Arbeit mit dem “Verhalten von Milchziegen im Wartebereich – Einfluss von Platzangebot und Form” auseinander. In dieser Studie wurde der Einfluss bei Platzangebot und Form des Wartebereichs (Stallbereich, bevor die Tiere in die Melkkammer kommen) auf Sozialverhalten und Verletzungen von Milchziegen untersucht. Wie die Untersuchung gezeigt hat, kann durch ein größeres Platzangebot der soziale Stress und auch die Verletzungsgefahr für die Tiere reduziert werden.

Für ihre Arbeit “Untersuchungen zur Mensch-Tier-Beziehung auf Jung- und Legehennenbetrieben mit Boden- oder Freilandhaltung” wurde Dr. Jasmin Raubek prämiert. Die Arbeit wurde im Rahmen des Teilprojektes “Minimizing Handling Stress” des EU-Projektes “Welfare Quality” verfasst. Dieses EU-Programm hat eine Verbesserung des Wohlbefindens von landwirtschaftlichen Nutztieren zum Ziel. Die Ergebnisse zeigen, dass u.a. die Quantität des Tierkontaktes bei Jung- und Legehenne, die nicht in Käfigsystemen gehalten werden, positiven Einfluss auf die Reaktionen der Tiere gegenüber dem Menschen hat.

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