Frauen noch immer stark benachteiligt

Frauen sind in der Arbeitswelt noch immer stark benachteiligt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Int. Arbeitsorganisation, einer Unterorganisation der UNO.

Demnach sind die Lohnunterschiede in den meisten Ländern nach wie vor deutlich. Zwar hätten mehr Frauen als vor 50 Jahren ein Einkommen. Sie müssten sich aber meist mit weniger qualifizierten Jobs begnügen.

Für weltweit hunderte Millionen Menschen sei Diskriminierung jeden Tag Realität, schreibt die Organisation. Eine zunehmende Ungleichheit in der Arbeitswelt könne katastrophale Folgen für den sozialen Zusammenhalt eines Staates, für die politische Stabilität und damit für das Wirtschaftswachstum haben.

Bis im Jahr 2050 seien in den Industrieländern 33 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt, in den Entwicklungsländern 19 Prozent. Heute gibt es nach diesem Bericht eine offene Diskriminierung, etwa mit erklärten Altersgrenzen für eine Anstellung. Für die ILO erzeugt und verstärkt die Diskriminierung bei der Arbeit auch die Armut. Die meisten Menschen, die Mehrfachdiskriminierung ausgesetzt seien, gehörten zu den ärmsten Bevölkerungsschichten.

Der Staat, die Arbeitgeber- und die Arbeitnehmerorganisationen hätten die Verpflichtung, zur Beseitigung der Diskriminierung in der Arbeitswelt beizutragen, erklärte ILO-Generalsekretär Juan Somavia. Die ILO schlägt einen Aktionsplan vor, der einen entsprechenden gesetzlichen Rahmen, Information sowie Sensibilisierungsmaßnahmen umfasst.

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