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Frau aus Bordell geholt: Prozess in Leoben fortgesetzt

Prostituierte aus Bordell im Bezirk verschleppt: Der Prozess geht weiter
Prostituierte aus Bordell im Bezirk verschleppt: Der Prozess geht weiter ©APA
Freiheitsentziehung, Nötigung, schwerer Raub und Drohung: In Leoben geht der Prozess gegen jene Männer weiter, die eine Prostituierte aus einem Bordell im Bezirk Leoben entführt haben.
Prostituierte verschleppt
Verdächtige verhaftet
Vater und Bruder verdächtigt
Männer stehen vor Gericht

Der Prozess gegen vier Männer, die eine Prostituierte aus einem Bordell in Traboch im Bezirk Leoben in der Steiermark entführt haben, ist am Donnerstag, dem 31. Mai 2012 im Landesgericht Leoben fortgesetzt worden. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Aktion gegen den Willen der Frau und mit Gewalt geschah, die Angeklagten fühlen sich dagegen in keiner Weise schuldig. Beschuldigt sind der Vater der Frau, ihr Cousin, ihr Ex-Freund sowie ein Bekannter.

Frau in Leoben aus Bordell geholt: Zeugen sprechen vor Gericht

Im Oktober 2011 waren die vier Männer gegen 4.30 Uhr in einen Nachtclub in Traboch  gestürmt. Sie verlangten nach der 21-jährigen Prostituierten aus der Slowakei, die seit einiger Zeit in dem Nachtclub gearbeitet hatte. Als der Besitzer des Clubs nicht gleich kooperierte, schlugen ihm die Männer mit einer Waffe auf den Kopf. Ebenso verfuhren sie mit einem Gast des Etablissements. Sie sollen laut Anklage auch eine Frau geschlagen haben, damit sie ihnen das Zimmer der Slowakin zeigt. Als sie die 21-Jährige gefunden hatten, nahmen ihr die Männer das Handy und 300 Euro Bargeld ab und gingen mit ihr vor die Türe.

Vor dem Bordell sollen die Beschuldigten noch drei Autoreifen zerschossen haben, bevor sie mit der Frau wegfuhren. Sie wurden kurze Zeit später ausgeforscht und in Wien festgenommen, behaupteten allerdings von Anfang an, die junge Frau sei freiwillig mit ihnen mitgekommen. Sie soll nach Angaben der Angeklagten gegen ihren Willen in dem Bordell festgehalten worden sein. Die 21-Jährige war schon vor ihrem Aufenthalt in der Steiermark auch in ihrer Heimat als Prostituierte tätig. Sie selbst hatte die Täter von Anfang an entlastet und angegeben, sie sei freiwillig mitgefahren.

Der Prozess in der Steiermark ist beereits im vollen Gange. Nun kamen vor dem Gericht in Leoben die Zeugen zu Wort. Sie sagten, dass die Prostituierte mit Gewalt aus dem Bordell entführt worden sei. Das Opfer selbst konnte  nicht als Zeugin vor Gericht gehört werden, weil die Frau angeblich in der Slowakei war. Ein Urteil soll laut Gerichtssprecherin Sabine Anzenberger in den Nachmittagsstunden gefällt werden.

(Red./APA)

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