Frankreich: Elf Tote bei Busunfall

Bei einem schweren Busunfall in der Nähe der westfranzösischen Stadt Poitiers sind elf Marokkaner ums Leben gekommen und 39 weitere verletzt worden.

Unter den Toten befand sich offiziellen Angaben zufolge ein 13-jähriger Jugendlicher. Die genaue Unglücksursache stand zunächst nicht fest. Offenbar war der Bus, mit dem 48 Marokkaner von Brüssel in ihre Heimat reisen wollten, von einem Lkw überholt worden. Dabei war der möglicherweise überladene Anhänger des Busses durch einen starken Luftzug ins Trudeln geraten. Anschließend war der Bus unkontrolliert gegen eine Leitplanke gefahren und hatte sich überschlagen. Auch überhöhtes Tempo könnte nach Zeugenaussagen eine Rolle gespielt haben.

Die Staatsanwaltschaft von Poitiers nahm Ermittlungen auf. Der Hinweis auf den überholenden Lastwagen kam vor allem von einem der beiden Fahrer, wurde aber auch von Reisenden bestätigt. Zum Zeitpunkt des Unfalls ging ein schweres Gewitter nieder. Im Bus spielten sich Szenen des Grauens ab. „Ich habe Schreie gehört, es war furchtbar“, sage der 21-jährige Bilal Korkdan, der von den Feuerwehrleuten unverletzt aus dem Wrack geborgen wurde.

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