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Frachter soll versenkt werden

Der vor Südafrika havarierte italienische Gefahrgut-Frachter soll voraussichtlich weggeschleppt und versenkt werden. Das Feuchtbiotop von St. Lucia ist bedroht.

Rettungskräfte hätten die entsprechende Ausrüstung zur „Jolly Rubino“ gebracht, berichtete die südafrikanische „Sunday Times“. Das Schiff, das nach einem Brand auf einem Riff festsaß, bedrohte mit seiner Ladung – unter anderem 1.000 Tonnen Öl und Chemikalien – noch immer das UNESCO-geschützte Feuchtbiotop von St. Lucia. Öl sei schon an die Strände gespült worden und könne die Flussmündung erreichen, hieß es.

Helfer schotteten das empfindliche Ökosystem der St.-Lucia-Mündung und den Fluss Umfolozi mit einer schwimmenden Barrikade vor einer möglichen Ölpest ab. Außerdem machten sie sich daran, einen ein Kilometer langen Ölteppich zu beseitigen. Die „Jolly Rubino“ sollte am Sonntag aus der Gefahrenzone gezogen werden. Je nach Ausmaß der Schäden könnte das 190 Meter lange Schiff auch verschrottet werden, hieß es.

In einem riskanten Einsatz war ein sechsköpfiges Spezialteam am Samstag mit Atemgeräten an Bord des brennenden Frachters gegangen, um den weiteren Einsatz zu planen. Die Mannschaft hatte das Schiff am Dienstag nach einem Feuer aufgegeben. Sie wurde mit einem Hubschrauber in letzter Minute von Bord geholt, bevor es zu einer Reihe von Explosionen kam, die das Schiff schwer beschädigten, wie auf Luftbildern zu sehen war. Seit Donnerstag sitzt der Frachter vor der Küste von KwaZulu Natal fest, nur 300 Meter von St. Lucia entfernt.

Erste Versuche, Bergungsteams an Bord zu bringen, waren am stürmischen Wetter und den Flammen gescheitert. Einen Hund konnten die Helfer aber am Freitag in Sicherheit bringen. Mehrere Container sind bereits über Bord gegangen, die Küstenwache und die Behörden wurden alarmiert. An Bord des Schiffes waren Luxusautos sowie Treibstoff und Schweröl. Der Sprecher des italienischen Eigners bestätigte, dass der Frachter auch Chemikalien an Bord hatte, dies habe die internationalen Normen nicht verletzt.

Das St. Lucia-Feuchtgebiet ist von der UN-Kulturorganisation UNESCO wegen seiner einmaligen Artenvielfalt auf die Liste des schützenswerten Welterbes gesetzt worden. Das Schiff war auf dem Weg vom südafrikanischen Hafen Durban nach Mombasa in Kenia, als der Brand im Maschinenraum ausbrach.

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