Für Merkel und Union geht es weiter abwärts

Die deutschen Unionsparteien und Bundeskanzlerin Angela Merkel befinden sich im öffentlichen Ansehen weiter im Sinkflug. CDU/CSU fielen bei dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer mit 34 Prozent auf den schlechtesten Wert in dieser Umfrage seit Oktober 2006.

Die CDU-Vorsitzende Merkel rutschte in der Liste der wichtigsten Politiker auf Platz drei ab. Kurz vor der entscheidenden Klausurtagung der deutschen Regierung am Wochenende erwarten die meisten Deutschen nicht, dass die Lasten bei der Budgetkonsolidierung gerecht verteilt werden.

CDU/CSU kam bei der Sonntagsfrage auf nur noch 34 Prozent, das waren zwei Punkte weniger als beim Politbarometer im Mai. Die SPD machte zwei Prozentpunkte auf 29 Prozent gut, die FDP blieb bei sechs Prozent. Für die Linke ermittelte die Forschungsgruppe Wahlen zehn Prozent (minus eins), die Grünen könnten mit 15 Prozent der Stimmen rechnen (plus eins).

Nur noch ein Drittel aller Befragten ist laut Politbarometer der Meinung, dass die Regierung ihre Arbeit eher gut macht. Im Mai waren es noch 45 Prozent. 60 Prozent sind nicht zufrieden. Selbst die Anhänger der Regierungsparteien CDU/CSU und FDP erwarten der Umfrage zufolge mehrheitlich nicht, dass die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung sozial gerecht ausfallen werden. Insgesamt rechnen 83 Prozent der Deutschen nicht damit. 35 Prozent erwarten sehr große oder große finanzielle Belastungen.

Die Liste der zehn wichtigsten deutschen Politiker wird weiter von Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg angeführt. Der CSU-Politiker erreichte einen Durchschnittswert von 1,8 (Mai: 1,7). Zwei Plätze vorgerückt ist mit 1,2 (Mai: 1,0) Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU), die Kanzlerin Merkel auf Platz drei verdrängte. Die CDU-Vorsitzende kam nur noch auf einen Wert von 1,1 (Mai: 1,3). Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 31. Mai bis 2. Juni 1.271 telefonisch zufällig ausgewählte Wahlberechtigte.

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