FPÖ: Burgenland-Chef Petschnig erteilt Strache-Rückkehr eine Absage

Für Petschnig ist eine Strache-Rückkehr "kein Thema".
Für Petschnig ist eine Strache-Rückkehr "kein Thema". ©APA/ROBERT JAEGER
Der burgenländische FPÖ-Landesparteichef Alexander Petschnig hat einer möglichen Rückkehr vom früheren FPÖ-Chef Strache eine Absage erteilt. Für ihn sei das "kein Thema".

Für den burgenländischen FPÖ-Landesparteichef Alexander Petschnig ist eine Rückkehr des früheren Bundesparteiobmanns Heinz-Christian Strache "kein Thema". Der "Auftritt in Ibiza und danach" habe der Partei einigen Schaden zugefügt, so Petschnig zur APA. Einen Zwist oder gar eine Spaltung bei den Freiheitlichen sieht er derzeit nicht. Im Burgenland ist der Obmann weiter gefordert, so muss sich die Stadtpartei Eisenstadt nach dem Ausschluss Geza Molnars neu aufstellen.

Petschnig sieht keine Spaltung in der FPÖ

Anfang März zog die FPÖ einen Schlussstrich unter monatelange Unstimmigkeiten und schloss Molnar, selbst früherer Landtagsklubchef, aufgrund parteischädigenden Verhaltens aus der Partei aus. Der Bundesparteivorstand der Freiheitlichen wird sich Anfang Mai mit der Causa beschäftigen, erklärte Petschnig am Dienstag.

Einen parteiinternen Zwist über die Corona-Masken hingegen erkennt der Landesparteichef bei der FPÖ nicht: "Die Kommunikation nach außen war möglicherweise nicht ideal. Es gibt aber weder eine Spaltung noch einen Wettbewerb." Einer Rückkehr Straches, wie von diesem zuletzt laut angedacht, erteilt Petschnig eine Absage, allerdings sei dies Sache der Wiener Landespartei: "Wir machen keine Vorschläge." Der frühere Bundesparteiobmann habe der Partei aber einigen Schaden zugefügt und die Entscheidung zum Ausschluss sei keine einfache gewesen.

Auch Thomas Schnöller aus Partei ausgeschlossen

Ausgeschlossen aus der Partei wurde jüngst auch der geschäftsführende Parteiobmann in Eisenstadt, Thomas Schnöller, wie der "Kurier" kürzlich auch berichtete. Schnöller hatte sich in einer Aussendung hinter Molnar gestellt und Parteichef Hofer scharf kritisiert. "Das kann man nicht stehen lassen", begründete Petschnig diesen Schritt gegenüber der APA und verwies auf die Möglichkeit, sich ans Parteigericht zu wenden. Die Stadtpartei in der Landeshauptstadt werde derzeit von den drei Stellvertretern geleitet, darunter Gemeinderat Konstantin Langhans. Kontinuität sei gewahrt, die drei werden eine Aufgabenteilung finden, sah Petschnig die Zuständigkeit bei der Stadtpartei.

Eine Neuaufstellung gab es inzwischen auch beim Burgenländischen Seniorenring (BSR), nachdem der frühere Landesobmann und die Finanzreferentin vor einigen Wochen von ihren Funktionen zurückgetreten sind. Emmerich Brunner aus Bernstein und Christina Scheibenpflug aus St. Margarethen zeigten sich nun bereit, die leitenden Funktionen des Landesobmannes bzw. der Stellvertreterin zu übernehmen. "Es ist mein fester Entschluss, den BSR zu einer beliebten Serviceeinrichtung für unsere Seniorinnen und Senioren zu machen", so Brunner in einer Aussendung.

(APA/Red)

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