FPÖ und BZÖ-Kärnten fusionieren nach CDU-CSU-Modell

Das Kärntner BZÖ kehrt heim zur FPÖ. "Das wird nach dem CDU-CSU-Modell funktionieren", bestätigte der Kärntner Landeshauptmann Gerhard Dörfler am Mittwochnachmittag in einer gemeinsamen PK mit FP-Chef Strache.
Vorbericht: Das BZÖ zerbricht

Es habe wochenlange Geheimverhandlungen gegeben, die nun zu einem guten Ende gekommen seien. Die FPÖ werde künftig bei Wahlgängen bundesweit antreten, das BZÖ nur in Kärnten.

“Gemeinsam streben wir zumindest die Nummer Zwei in Österreich an”, so Dörfler. Dafür werde die FPÖ im südlichsten Bundesland künftig weder bei Landtags- noch bei Gemeinderatswahlen kandidieren. Dass er selbst sich mehrfach gegen eine Kooperation mit der FPÖ ausgesprochen hatte, erklärte Dörfler damit: “Bei Verhandlungen ändern sich auch die Standpunkte.” Er sehe die Zusammenarbeit sehr pragmatisch und sei auch von Anfang an mit dabei gewesen.

In Kärnten bedeute dies, dass die “Landeshauptmannpartei” quasi über Nacht um vier Prozent (das FPÖ-Ergebnis der Landtagswahl im März) stärker geworden sei, auch wenn sich das im Landtag derzeit nicht auswirke. Er bleibe selbstverständlich Landeshauptmann von Kärnten.

“Willkommen daheim”

Keine Kooperation mit anderen BZÖ-Landesgruppen und Bundespartei FPÖ-Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache hat am Mittwoch im Rahmen einer Pressekonferenz offiziell die Kärntner Landesgruppe des BZÖ mit den Worten “Willkommen daheim” bei den Freiheitlichen begrüßt. Das Kärntner BZÖ, die sogenannten “Freiheitlichen in Kärnten”, werden mit der Bundes-FPÖ inhaltlich zusammenarbeiten, man werde auch gemeinsam als Wahlpartei antreten, erklärte Strache.
Strache schloss eine Kooperation mit anderen BZÖ-Landesgruppen sowie mit der Bundespartei aus. “Es tut gut, wieder zu Hause zu sein”, erklärte der Kärntner BZÖ-Obmann Uwe Scheuch bei der gemeinsamen Pressekonferenz.

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