Förderung klimafreundlicher "Wärmenetze" in Wien

Czernohorszky hob die ökonomischen Vorteile durch "Wärmenetze" hervor.
Czernohorszky hob die ökonomischen Vorteile durch "Wärmenetze" hervor. ©APA/HANS PUNZ
Sogenannte "Wärmenetze", also die klimafreundliche Versorgung von mehreren Gebäuden mit Wärme, werden in Wien künftig gefördert.

Wien fördert künftig auch "Wärmenetze" - also Projekte für eine klimafreundliche Wärmeversorgung, die sich über mehrere Gebäude erstrecken. Das teilte Umweltstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) am Mittwoch im Gemeinderat mit. Die Förderrichtlinie biete die Möglichkeit, dass auch benachbarte Häuser umsteigen, wenn in einem Objekt bereits entsprechende Infrastruktur vorhanden sei.

Wien fördert künftig auch "Wärmenetze"

Bis zu drei Gebäude können in derartige Wärmenetze einbezogen werden. Mit der Förderung sollen Anreize für innovative Projekte gesetzt werden, die den Ausstieg aus Gas insbesondere in Bestandsgebäuden vorzeigen, wurde betont. "Der Einsatz von erneuerbarer Energie bringt neben den Vorteilen für den Klimaschutz auch ökonomische Vorteile. Durch Nutzung von Erdwärme, Wärme aus dem Grundwasser oder Abwärme in Kombination mit Strom aus Photovoltaik-Anlagen können die Kosten weiter gesenkt werden", hob Czernohorszky hervor.

Progamm in Pilotphase mit 1,6 Mio. Euro dotiert

"Damit wir die Synergien bestmöglich nutzen, kann die Wärmeversorgung von neu errichteten Gebäuden mit Bestandsbauten im Rahmen der Förderung kombiniert werden", berichtete der Leiter der städtischen Energieplanungsabteilung, Bernd Vogl, in einer Mitteilung. Während Fernwärme aufgrund der Komplexität des Netzausbaus nie überall möglich sein werde, stehe Erdwärme nahezu in ganz Wien zur Verfügung, betonte er.

Konkret wird unter anderem die Errichtung des Netzes, die Errichtung der Erdsonden, die Anschaffung von Wärmepumpen sowie die Planung und die vorbereitenden Arbeiten, die für eine Umsetzung notwendig sind, unterstützt. Insgesamt stehen in einer ersten Pilotphase 1,6 Mio. Euro für das Programm zur Verfügung.

(APA/Red)

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