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Fünf Fahrzeuge bei Lkw-Kontrolle aus dem Verkehr gezogen

Eine polizeiliche Lkw-Schwerpunktkontrolle auf der Südosttangente (A23) und der Wiener Außenring-Schnellstraße (S1) hat am Mittwoch mit 129 angezeigten Mängeln und fünf Kenzeichenabnahmen geendet.

Als wahre „Fahrzeugleiche“ entpuppte sich dabei ein Botendienstwagen, der gleich elf schwere Mängel aufwies, berichtete Major Wolfgang Schererbauer von der Verkehrsabteilung der APA. Die Scheinwerfer und Spiegel des Kleintransporters seien nur mit Schnüren bzw. Klebeband befestigt gewesen.

Das Fahrzeug mit Wiener Kennzeichen hatte zudem an der Lenksäule lose hängende Kabel, das Motoröl sei nur so herunter geronnen, erzählte Schererbauer. Die Hecktüre war nur mit einem alten Türriegel verschließbar. Im Wagen selbst sah es nicht besser aus: Der türkische Zulassungsinhaber konnte anstatt auf einem gepolsterten Platz nur mehr auf den Federn des desolaten Sitzes Platz nehmen.

Ins Netz der Kontrolleure geriet auch ein Schnellfahrer, der mit 123 km/h auf der Laaer-Berg-Straße durchs Ortsgebiet sauste. Dem Raser, der in seinem BMW zudem nicht angegurtet war und den Polizisten durch sein dichtes Auffahren aufgefallen war, musste seinen Führerschein abgeben.

Neben dem Wiener Botenfahrzeug wurden an vier weiteren Lkw die Nummernschilder entfernt. Hauptgrund für die Kennzeichenabnahmen seien defekte Bremsen, erklärte Schererbauer. Insgesamt nahm die Polizei bei den Kontrollen in den Bezirken Favoriten und Liesing von 5.00 bis 12.00 Uhr 20 Fahrzeuge unter die Lupe. Dabei wurden 160 Mängel festgestellt, 129 davon wurden zur Anzeige gebracht. Der Großteil der Lkw besaß ein Wiener Kennzeichen, die Fahrzeughalter würden jedoch zu 70 bis 80 Prozent aus der Türkei oder dem ehemaligen Jugoslawien stammen.

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