Flugzeugabsturz im Iran: Bis zu 71 Tote

Bei einem Flugzeugunglück im Iran sind am Sonntag bis zu 71 der 106 Insassen ums Leben gekommen.
Bilder des Unglücks

Die Boeing 727 der staatlichen Fluggesellschaft IranAir stürzte Medienberichten zufolge während einer Notlandung inmitten eines Schneesturms im Nordwesten des Landes ab. Die Piloten des Inlandsflugs hätten zuvor einen technischen Defekt an den Tower gemeldet, berichtete die halbamtliche Nachrichtenagentur MEHR.

Nach dem Flugzeugunglück gingen die Berichte über die Zahl der Toten weit auseinander. Nach Angaben des nationalen Notfallzentrums kamen von den etwa 100 Menschen an Bord 18 ums Leben, wie die Agentur ISNA berichtete. Dagegen zitierte die Agentur IRNA einen Mitarbeiter der Hilfsorganisation Roter Halbmond, wonach 70 Menschen an Bord gestorben seien. Aus noch ungeklärter Ursache hatte die Boeing zehn Minuten vor der geplanten Ankunft in Urumiyeh (Urmia) im Nordwesten des Landes notlanden müssen.

Laut Staatsfernsehen verschwand die in Teheran gestartete Maschine vom Radar und stürzte nach zwei vergeblichen Landeversuchen ab.

Mahmoud Mozaffar vom Roten Halbmond sagte im Fernsehen, die Boeing 727 sei in mehrere Teile zerbrochen. Es habe aber weder eine Explosion noch einen Brand gegeben. Der Leiter des Notfallzentrums, Gholam Reza Massoumi, erklärte laut der halbamtlichen Nachrichtenagentur FARS, Schnee erschwere die Rettungsbemühungen. Dem Bericht zufolge herrschte in der Region außerdem dichter Nebel.

35 Insassen überlebten das Unglück leicht verletzt, darunter zwei Besatzungsmitglieder, wie der stellvertretende Gouverneur der Provinz West-Aserbaidschan, Javad Mahmoudi, im Staatsfernsehen sagte. Ein Vertreter der Luftverkehrsbehörde erklärte demnach, mehrere Insassen hätten das Wrack selbst verlassen können. Andere seien verletzt ins Krankenhaus gebracht worden.

Im Iran kommt es häufiger zu Flugzeugunglücken, weil viele Maschinen überaltert und schlecht gewartet sind. Im Juli 2009 stürzte eine Maschine kurz nach dem Start in Teheran im Nordwesten des Landes ab, dabei kamen alle 168 Menschen an Bord ums Leben.

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