Flughafen Wien: Reisender mit 43 Giftschlangen und 45 weitere Reptilien unterwegs

Der Reisende hatte unter anderem 45 Giftschlangen im Gepäck.
Der Reisende hatte unter anderem 45 Giftschlangen im Gepäck. ©pixabay.com (Sujet)
Auf dem Flughafen Wien wurden bei einem Reisenden 43 Giftschlangen und 45 weitere Reptilien sichergestellt. Darunter waren auch artengeschützte Tiere.

Zollbeamte auf dem Flughafen Wien in Schwechat haben bei einem Reisenden 43 Giftschlangen und 45 weitere Reptilien im Gepäck sichergestellt. Ein Auslandsösterreicher, der auf den Philippinen lebt, gab laut Finanzministerium an, dass er die Tiere - 20 davon artengeschützt - auf einer Reptilien-Messe in Deutschland weiterverkaufen habe wollen.

Flughafen Wien: Röntgengerät ließ lebende Tiere im Gepäck vermuten

Der Passagier war am Sonntag aus Manila über Doha nach Wien gekommen. Der Verdacht, der sich bei den Beamten eingestellt hatte, bewahrheitete sich, bestätigte das Ministerium einen Bericht der "Kronen Zeitung" (Donnerstag-Ausgabe). "Das Bild, das die Kontrolle mit dem Röntgengerät zeigte, ließ die Zöllner bereits ahnen, dass sich lebende Tiere in dem Koffer befinden."

Der Auslandsösterreicher habe schließlich zugegeben, dass es sich um Giftschlangen handle. "Daraufhin wurden Experten des Tiergartens Schönbrunn hinzugezogen", teilte das Ministerium mit. Die Fachleute entdeckten zwei Samarkobras und 18 Bindenwarane, die dem Artenschutz unterliegen, sowie weitere nicht artengeschützte Giftschlangen und Geckos - darunter eine Korallenschlange, Bambusvipern, braune Philippinennattern und Mangroven-Nachtbaumnattern.

Tiere in Schönbrunn und Reptilienzoo Happ aufgenommen

Die Tiere fanden Aufnahme in Schönbrunn und im Reptilienzoo Happ in Klagenfurt. Gegen den Auslandsösterreicher wurde ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Verstoßes gegen das Artenhandelsgesetz und wegen Schmuggels nach dem Finanzstrafgesetz eingeleitet.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Flughafen Wien: Reisender mit 43 Giftschlangen und 45 weitere Reptilien unterwegs
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen