Flughafen Wien - Opposition hofft auf Aus für dritte Piste

Ob zum Jahresende oder nicht: Die dritte Piste am Flughafen Wien-Schwechat soll definitiv gebaut werden. Die Grünen legen sich quer: Der Bau sei aus ökologischer und ökonomischer Sicht unsinnig.

Der Bau der dritten Piste für den Flughafen Wien sei nicht nur ökologisch, sondern offenbar auch wirtschaftlich unsinnig, heißt es in Aussendungen der Grünen am Donnerstag, nachdem Flughafen-Wien-Vorstand Herbert Kaufmann angekündigt hatte, dass der Baubeginn erst zum Jahresende und abhängig vom Verkehrsaufkommen entschieden werde. Kaufmann betonte allerdings, dass auf jeden Fall gebaut werde. Der ursprüngliche Zeitplan gelte aber als sehr fraglich.

Fliegen werde in Zukunft immer teurer werden, damit werden die Passagierzahlen ebenfalls stagnieren, glaubt der Umweltsprecher der Grünen Wien, Rüdiger Maresch. Dadurch werde die Errichtung der 3. Piste sinnlos. “Die WienerInnen können sich aber darüber freuen, dass zumindest diese Lärmmaximierung vorerst vom Tisch sein könnte. Es macht keinen Sinn, in Zeiten der ausufernden weltweiten Wirtschaftskrise Betonpisten in die Landschaft zu setzen.” Auch Grün-Mobilitätssprecherin Amrita Enzinger forderte die Flughafen Wien AG auf, “zukunftsweisende Maßnahmen anzudenken und sich vom Bau einer dritten Piste endlich zu verabschieden”. Auch für den Wiener FP-Landtagesabgeordneten Toni Mahdalik ist die 3. Piste schon gestorben.

Eine Lanze für den Ausbau des Flughafens brach hingegen der SP-Gemeinderat Erich Valentin. Der Flughafen Wien sei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, Arbeitgeber für die ganze Region und für den Wirtschaftsstandort Wien unentbehrlich. Ob eine 3. Piste gebaut werde oder nicht, sei zuallererst von der behördlichen UVP abhängig, die das Land Niederösterreich durchführe “und zum zweiten von der Entwicklung der Centrope-Region, die die Grundlage der wirtschaftlichen Zukunft Wiens bildet”.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Flughafen Wien - Opposition hofft auf Aus für dritte Piste
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen