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Flucht ins Ausland

Bronze bei der U17-EM und nun auch Bronze bei der U19-EM: Doch die Leistung des Nachwuchs-Fußballdes verhallt in Österreich ungehört. Trainer Paul Gludovatz: "Man kann sich über die Vereine nur wundern."

Der regierende U17-Europameister Portugal hinderte am Mittwoch in Liechtenstein im Semifinale der U19-Endrunde in Liechtenstein die rot-weiß-roten Jung-Stars erst in der Verlängerung am Final-Einzug. Nationen wie Spanien, die Niederlande, Deutschland, Frankreich oder England saßen nur vertreten durch internationale Scouts auf der Tribüne.

Immerhin dort wird das Auftreten von Mega-Talenten wie Klaus Salmutter oder Jürgen Säumel registriert. Ex-Schalke-Nachwuchshoffnung Salmutter narrte am Mittwoch die portugiesischen Junior-Figos und Rui Costas, nur sein vergebener Elfmeter trübte seine Top-Leistung. “Bei Sturm hat mir Franco Foda eine Chance gegeben, aber jetzt?”, sorgt sich der Offensiv-Zampano um seine Zukunft in Graz. Auch Jürgen Säumel weiß: “Bei uns spielen eh fast nur mehr Ausländer und Routiniers. Aber was sollen wir machen, außer uns aufzudrängen?”

Wenn sie in Österreich keine Chance bekommen, dann gehen sie ins Ausland. Vom U17-Team sind Torhüter Olejnik (Aston Villa) und Kapitän Pichler (Florentina Viola) bereits aus Österreich “geflüchtet”, Abwehrchef Gercaliu hat Kontakte mit Inter Mailand. Mayer (Vitesse Arnheim) und Samwald (1860 München) spielen bereits jenseits der Grenzen. Dies wird nun auch im U19-Team verstärkt: Prager (Heerenveen), Mössner (Freiburg) und Berger (Eintracht Frankfurt) werden bald Teamkollegen im Ausland begrüßen dürfen.

Zum Vergleich: Am selben Tag, an dem die U19-Nationalmannschaft aus Liechtenstein zurückkehrte, nahm der FC Kärnten einen 25-jährigen Ungarn unter Vertrag. Bei der Austria trauert man dem gescheiterten Transfer eines 30-jährigen Niederländers nach und in Graz schwärmt man von einem 39-jährigen belgischen Torhüter, obwohl man U19-Keeper Robert Almer ziehen hatte lassen.

Auch Nachwuchs-Teamchef Paul Gludovatz kam ins Grübeln: “Über manche österreichische Vereine kann man sich wirklich nur noch wundern. Wenn man die Begeisterung dieser Burschen sieht, die dann drei oder vier Legionäre vorgesetzt bekommen, einfach unglaublich.” Der Burgenländer war noch gezeichnet von der Niederlage in der Verlängerung, die der deutsche Schiedsrichter Weiner mit einem skandalösen Elfmeter-Geschenk für die Portugiesen “eingeleitet” hatte: “Wenn man so viele Emotionen in ein Spiel legt, ist es schwer, so eine Enttäuschung wegzustecken. Mit persönlich ist dieses Spiel sehr nah gegangen.”

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