Fischer und Klug gedachten in Wien dem "Anschluss" vor 76 Jahren

Bundespräsident Heinz Fischer, Kardinal Christoph Schönborn und Dompfarrer Toni Faber am Mittwoch.
Bundespräsident Heinz Fischer, Kardinal Christoph Schönborn und Dompfarrer Toni Faber am Mittwoch. ©APA
Bundespräsident Heinz Fischer und Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) haben am Mittwoch anlässlich des 76. Jahrestages des sogenannten "Anschlusses" Österreichs an Hitler-Deutschland den Ereignissen des 12. März 1938 gedacht.

Nach einer Kranzniederlegung bei der Krypta am Heldenplatz betonte der Präsident die historische Bedeutung und Relevanz des Geschehens.

“Das Bedrückende an den Ereignissen im März 1938 war und bleibt, dass der Einmarsch der Soldaten des Deutschen Reiches von jubelnden Menschenmassen begrüßt wurde, während die Angst und das Entsetzen einer schockierten Minderheit zunächst kaum wahrnehmbar war und binnen weniger Tage mit großer Brutalität völlig unterdrückt wurde”, sagte der Präsident in einer Aussendung.

“Anschluss”: Man habe daraus gelernt

Aus den Ereignissen habe man gelernt, dass Grundrechte, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit “unverrückbar bleiben müssen” und “auch dann nicht beiseite geschoben werden dürfen, wenn dies in momentanen Gefühlsaufwallungen, oder unter dem Druck der Straße, oder aus irgendwelchen anderen Gründen verlangt und gefordert wird”, sagte der Bundespräsident.

(APA)

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