Fischer besucht Vereinigte Arabische Emirate

Die Lage im Nahen und Mittleren Osten angesichts der Irak-Krise und islamistischen Terroranschläge in Saudiarabien steht im Mittelpunkt einer Reise von Fischer.

Fischer flog am Sonntag zu einem dreitägigen Besuch in die Arabischen Emirate und Oman ab. Als erste Station stand die Hauptstadt der Emirate, Abu Dhabi, auf dem Programm. Am Montag reist Fischer weiter nach Dubai und dann in das Sultanat Oman.

Zwischen Deutschland und den an Saudiarabien grenzenden ölreichen Emiraten bestehen gute politische und wirtschaftliche Beziehungen. In den Emiraten arbeiten etwa 400 deutsche Firmen, davon etwa 100 in Abu Dhabi und rund 300 in Dubai und den nördlichen Emiraten.

Abu Dhabi hat jüngst Interesse an einem Einstieg als Großaktionär beim Volkswagen-Konzern bekundet. VW erwägt zur Kostensenkung die Produktion einiger Bauteile in das Emirat zu verlegen. Abu Dhabi verfügt neben Saudiarabien über die größten Erdölvorräte der Staaten der Organisation erdölproduzierender Länder (OPEC).

In den Emiraten haben in diesem Frühjahr 18 Beamte des Bundeskriminalamtes 220 irakische Polizisten ausgebildet, teilte das Bundesinnenministeriums am Sonntag in Berlin mit. Dies ist einer der Beiträge des Kriegsgegners Deutschland für den Wiederaufbau des Iraks. Nach Angaben von Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) ist die Ausbildung weiterer irakischer Polizisten geplant. Im Kampf gegen den internationalen Terrorismus überwacht zudem die deutsche Marine die Seewege im Golf von Oman vor der Küste Irans.

Die Europäische Union hat in ihrem Konzept für eine gleichberechtigte Partnerschaft mit den Ländern des Mittleren und Nahen Osten den Beziehungen zu den fortschrittlichen Golfstaaten besondere Bedeutung eingeräumt. Die wegen ihres Ölreichtums wohlhabenden und gemäßigt islamischen Wüstenstaaten gelten als Stabilitätsanker auf der arabischen Halbinsel.

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