Filmreifer Verkehrsunfall in Salzburg

Ein übermüdeter 47-jähriger Slowene hat am Montag gegen 5.00 Uhr mit einem Kleinbus im Gemeindegebiet Flachau auf der A10 (Tauernautobahn) in Fahrtrichtung Villach einen filmreifen Verkehrsunfall verursacht.

Dabei wurden zwei Personen schwer und sechs Personen leicht verletzt. Der Alkoholtest beim Lenker war negativ, teilte die Polizei Montagmittag im Polizeibericht mit.

Der 47-Jährige war mit einem Kleinbus unterwegs, als er laut eigenen Angaben in einen Sekundenschlaf fiel. Was dann geschah, klingt wie ein Verkehrsunfall in einem Hollywoodstreifen. Das Fahrzeug kam rechts von der Fahrbahn ab und fuhr auf eine Leitschiene auf. Im Anschluss kollidierte der Kleinbus mit voller Wucht mit der Böschung und prallte nach einem 30 Meter weiten Flug auf die Fahrbahn auf. Dort überschlug sich der Bus noch mehrmals, bis er endgültig zum Stillstand kam. Wie durch ein Wunder wurde keine der insgesamt acht Personen, die einem slowenischen Ruderverband angehören, getötet.

Der Beifahrer wurde im Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr Flachau mittels Bergeschere aus dem Wrack befreit werden. Nach der Erstversorgung durch zwei Notärzte wurden die Verletzten in die Krankenhäuser Schwarzach (Pongau) und Schladming (Steiermark) eingeliefert. Einer der Verletzten (22) wurde wegen einer Ellenfraktur operiert, teilte eine Mitarbeiterin des Schladminger Krankenhauses auf Anfrage der APA mit. Jenen sechs Verletzten, die ins Schwarzacher Krankenhaus eingeliefert wurden, ging es laut dem Primar des Spitals, Franklin Genelin, wieder gut.

Der Lenker war ohne Alkohol im Blut unterwegs. Am Einsatz waren 28 Mann der Feuerwehr Flachau mit drei Fahrzeugen und das Rote Kreuz mit zwei Notarztfahrzeugen und vier Rettungswagen beteiligt. Für die Dauer der Unfalls-Erhebung, der Erstversorgung der Verletzten sowie der Durchführung der Bergungs- und Aufräumarbeiten war die A10 mehr als zwei Stunden – von 5.09 Uhr bis 7.17 Uhr – gesperrt.

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