Filmmonat September: Horror, Anime und Stummfilm zum Herbstauftakt

"Patema Inverted" - Anime und Horros beim /slash Filmfestival
"Patema Inverted" - Anime und Horros beim /slash Filmfestival ©/slash Filmfestival
Wie im jedem Jahr beenden die Filmfestspiele von Venedig den Sommer, der September lockt dann mit Horror im Filmmuseum oder Stummfilm unter freiem Himmel.

Den Blick in heimische Abgründe ermöglicht Ulrich Seidls “Im Keller”, der nach Venedig das Wiener “/slash”-Festival eröffnet und im Kino anläuft. Zugleich harren auch Cronenbergs “Maps to the Stars” oder Corbijns “A Most Wanted Man” ihrer Kinostarts.

Horror im Filmmuseum

“Land of the Dead. Horrorfilme 1968-1987” im Filmmuseum (29. August bis 17. Oktober): Der zweite Teil der großen Horrorfilmretrospektive im renommiertesten Filmhaus des Landes verlegt den Saisonauftakt ins Jahr 1968, einem Umbruchdatum auch für das Genre. George A. Romero legte damals mit “Night of the Living Dead” den Grundstein der neuen Ära, es folgten Klassiker von Polanski, Argento, Carpenter und Cronenberg. Das Plakatmotiv stammt aus Kubricks “The Shining”.

“Stumm & laut” am Columbusplatz (4. bis 6. September): Zum 14. Mal präsentiert die Wiener Firma St. Balbach Art Produktion Stummfilme mit Livemusik bei freiem Eintritt unter freiem Himmel. Nach zehn Jahren am Laaerberg findet das Filmfest nun bereits zum 4. Mal am Columbusplatz statt, präsentiert werden die Komödien “Die Austernprinzessin” von Ernst Lubitsch, “College” mit Buster Keaton und “Safety Last” mit Harold Lloyd, traditionell u.a. begleitet von Chrono Popp & Hans Holler.

Von Theater bis Animation

Cinema Paradiso – Open-Air-Kino Baden (4. bis 7. September): Unmittelbar vor dem historischen Theater in Baden sollen an vier Tagen populäre Arthaus-Filme unter dem Sternenhimmel für unvergessliche Kinomomente sorgen. Bei freiem Eintritt werden diesmal “Super-Hypochonder”, “Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand”, “Spuren” und zu guter Letzt Andreas Prochaskas “Das finstere Tal” mit Tobias Moretti gezeigt.

Ars Electronica Animation Festival in Linz (4. bis 8. September): Die Ars Electronica in Linz ist ein riesiger Organismus aus einer Unzahl an kleinen, fast autonom agierenden Festivals – wie jenem für Animation, das im Kino Central sowie diversen Fassaden an fünf Tagen das internationale Animationsfilmschaffen abbildet. 140 der zum Prix Ars Electronica eingereichten Filme aus Kunst, Wissenschaft und Forschung werden in insgesamt zehn Programmen gezeigt.

“Living Waterfalls” im MQ

“Living Waterfalls” im Wiener Museumsquartier (12. September): Eine zwölf Meter breite und zwei Stockwerke hohe Fontäne erhebt sich aus dem Wasserbecken des Museumsareals und wird für den deutschen Medienkünstler Robert Seidel zur sich ständig wandelnden Leinwand. Als Teil des MQ Summer of Sounds vom Kurzfilmfestival VIS Vienna Independent Shorts geplant, besorgen Ritornell die Klangkulisse für die bunte Wasserprojektion, die laut Ankündigung “monumental und dennoch flüchtig” werden soll.

K3 Film Festival in Villach (17. bis 21. September): Zum achten Mal geht in Villach der Hauptteil des auf drei Städte angelegten Filmfestivals K3 über die Bühne. Nach einem Abend in Klagenfurt im Juli und drei Tagen in Ljubljana im August werden nun im September internationale Spiel- und Dokumentarfilme einem Kurzfilmwettbewerb und dem sogenannten 3×3-Programm gegenübergestellt. Das Programm wurde noch nicht bekannt gegeben.

Wien im Zeichen des Horrors

/slash im Wiener Filmcasino (18. bis 28. September): Das Genrefilmfestival feiert seinen fünften Geburtstag – und empfängt zum Auftakt einen besonderen Gast. Ulrich Seidl zeigt seine Doku “Im Keller” als Österreichpremiere, in den Tagen darauf gibt es knapp über 40 “handverlesene und gewohnt außergewöhnliche Höhepunkte” des internationalen Genrekinos. Als Stargäste werden zudem die französischen Regisseure Julien Maury und Alexandre Bustillo erwartet.

Cine espagnol im Klagenfurter Volkskino (22. bis 25. September): Dem spanischsprachigen Kino wird an vier Tagen in Klagenfurt gehuldigt. Mit “Das Mädchen und der Künstler” von Fernando Trueba, “Ein Freitag in Barcelona” von Cesc Gay, “Die Poetin” von Bruno Barreto, “Tanta Agua” von Ana Guevara oder “3 Hochzeiten zuviel” von Javier Ruiz Caldera stehen fünf junge Produktionen am Programm, darunter vier österreichische Erstaufführungen.

Finnland in Wien

GAFFA – 8. Internationales Filmfestival für junge Leute (25. bis 30. September): Das Cinemagic in der Urania steht wieder ganz im Zeichen des internationalen Jugendfilms, der in Originalsprache mit englischen oder deutschen Untertiteln gezeigt wird. Zum Auftakt steht das beschwingte Musical “God Help the Girl” am Programm, unter den zehn Filmen im Aufgebot befinden sich v.a. skandinavische, holländische und südamerikanische Produktionen.

“Finnland – der Film” im Filmmuseum (ab 27. September): Das Filmmuseum lädt gemeinsam mit dem finnischen Filmhistoriker, Regisseur, Verleger und Dozent Peter von Bagh zu einer Reise durch das finnische Kino von 1937 bis 2006. Die Schau umfasst 17 Filme und beinahe durchwegs Erstaufführungen, darunter auch den einen oder anderen Film, den Von Bagh selbst gestaltete. Der Schwerpunkt liegt in der Studioära, die der Kurator in jahrzehntelanger Arbeit selbst erschloss.

(APA)

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