Filmfonds Wien fördert 14 Filme

Josef Hader versucht sich für seinen ersten eigenen Kinofilm als Regisseur.
Josef Hader versucht sich für seinen ersten eigenen Kinofilm als Regisseur. ©Tobias Hase/dpa
Der Filmfonds Wien hat in seiner vierten Jurysitzung des Jahre s14 Projekte mit insgesamt 1,186 Millionen Euro gefördert. Darunter befinden sich auch Filme von Harald Sicheritz, Antonin Svoboda und Josef Hader.

Mit satirischem Blick und schwarzem Humor setzt sich Regisseur Harald Sicheritz in seinem neuen Projekt “Baumschlager” nach einer Geschichte der jungen israelischen Autorin Maayan Oz mit Frieden in Nahost auseinander. Thomas Stipsits gerät in der österreichisch-israelischen Koproduktion der Dor Film als liebenswerter, doch etwas tollpatschiger österreichischer UNO-Offizier Werner Baumschlager zwischen die Fronten. In einer weiteren Hauptrolle ist Gerti Drassl zu sehen.

Filmfonds Wien fördert 14 Filme

Eine literarische Vorlage hat Jakob Erwa, der mit “Die Mitte der Welt” den erfolgreichen Coming-of-Age-Roman von Andreas Steinhöfel über einen homosexuellen Jugendlichen, der seinen Platz in der Welt sucht, verfilmt. Die österreichische Prisma Film ist als Koproduktionspartnerin an Bord. Die Lebenswelten unterschiedlicher Jugendlicher zwischen restriktiven religiösen Dogmen und moralisch-sittlichen Vorschriften in der iranischen Hauptstadt rückt Ali Soozandeh in seinem Debütfilm “Teheran Tabu” in den Mittelpunkt. Visuell sei die deutsch-österreichische Koproduktion der coop99 an Graphic Novel und Animationsfilm angelehnt.

Svoboda setzt sich “Schrei-Babies” aus

Jugendliche im Spannungsfeld permanenter Kriege und Krisen zeigt auch Michael Pfeifenbergers Dokumentarfilm “Desert Kids” (Plan C Film), der ebenso mit einer Herstellungsförderung bedacht wurde wie Antonin Svobodas Doku “Storytelling” (coop99), in der er fünf Familien mit Neugeborenen begleitet und die erste, nonverbale Sprache des Menschen untersucht. Eine Mittelerhöhung erhielt Elisabeth Scharangs Interpretation der Jack-Unterweger-Story “Jack”, die derzeit mit Johannes Krisch in der Hauptrolle in Wien, Salzburg und Graz gedreht wird.

Josef Hader als Regisseur

In einer neuen Rolle hinter der Kamera findet sich Josef Hader, der für seinen ersten eigenen Kinofilm als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller eine Projektentwicklungsförderung erhält. In der Tragikomödie “Die wilde Maus” verkörpert er einen Musikkritiker, der nach seiner Kündigung auf Rache sinnt und eine neue Karriere als Betreiber einer Achterbahn im Wiener Prater anstrebt.

Arman T. Riahi, Aleksandar Petrovic und Faris E. Rahoma indes entwickeln die politisch unkorrekte TV-Doku-Serie “Die Migrantigen”, Sebastian Brameshuber folgt in “Eisenstraße” den verschlungenen Exportwegen von Autos in Zweit- und Drittweltländer, Stefan Bohun hinterfragt in “Bruder Jakob, schläfst du noch?” die Behandlung von Depression mit Psychopharmaka und Andrea Eder beleuchtet das Paarungsverhalten im Internet mit “Beziehungsstatus Single”.

(APA/Red)

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