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Fidschi: Widerstand gegen Putschisten

Die Putschisten auf den Fidschi- Inseln stoßen auf den geschlossenen Widerstand der einflussreichen Stammeschefs. Ministerpräsident Senilagakali warnt vor internationaler Einmischung.

Der Große Rat der Stammeschefs, eine traditionelle Autorität im Land, verurteilte den Staatsstreich der Militärführung als illegal. Er rief die Soldaten am Donnerstag auf, ihre Waffen niederzulegen und in ihre Dörfer zurückzukehren.

Das Militär hatte am Vortag damit gedroht, jeden Widerstand notfalls mit Gewalt im Keim zu ersticken. Armee-Chef Bainimarama rief den Notstand aus und löste das Parlament auf. Ranghohe Beamte, die gegen den Putsch waren, wurden aus ihren Ämtern entfernt, darunter der Polizeichef und sein Stellvertreter. Bainimarama hatte sich an Stelle von Präsident Iloilo am Dienstag zum neuen Präsidenten erklärt.

Wahlen sollen vielleicht erst in zwei Jahren wieder zugelassen werden. Allein das Militär werde darüber entscheiden, sagte der von der Armee eingesetzte kommissarische Ministerpräsident Senilagakali. Er warnte vor internationaler Einmischung.

Der erst im Mai wiedergewählte Regierungschef Qarase rief zu gewaltlosen Demonstrationen auf. „Ich denke, dass 99 Prozent der Fidschianer für die Demokratie sind“, sagte Qarase. Er fügte hinzu, dass der Wille des Volkes stärker sein werde als die Macht der Waffen.

Beobachter gehen davon aus, dass die Militärs den Widerstand gegen den Putsch unterschätzt haben könnten. Neben den Stammeschefs hat auch die einflussreiche methodistische Kirche den Staatsstreich verurteilt.

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