Föhn zum Dreikönigstag: zunehmendes Tauwetter

Es wird deutlich milder am verlängerten Wochenende, jedoch oft trüb und zeitweise feucht.

Nach einer klirrend kalten Nacht mit Temperaturen um minus zwanzig Grad in einigen höheren Alpentälern bleibt es am Mittwoch noch verbreitet frostig. Danach setzt aber der aufkommende Föhn dem Dauerfrost zunächst im westlichen Bergland, dann allmählich auch in den anderen Regionen ein Ende. „Optimales Wintersportwetter wird man am Wochenende, das viele wegen des Dreikönigstags zu einem verlängerten Wochenende verbinden, jedoch nicht vorfinden“, sagt Fabienne Muriset vom privaten Wetterdienst UBIMET. Der stürmische Wind auf den Bergen ist vor allem am Donnerstag und Sonntag ein unangenehmer Begleiter, in der Schwächephase des Föhns dazwischen muss man mit etwas Regen und Schneefall rechnen.

Die Wetteraussichten im Detail

Am Dreikönigstag frischt der Südföhn auf den Bergen bis zu Sturmstärke auf und greift auch immer wieder mit starken Böen in die prädestinierten Alpentäler der Nordseite durch. Hier kann man mit einigen Sonnenstunden rechnen, gegen Abend zieht es von Westen her aber immer mehr zu. Gar kein Sonnenstrahl erreicht die Bewohner des Flachlands, denn hier hält sich eine zähe Hochnebeldecke, aus der es besonders im Nordosten immer wieder nieseln kann.

Vorsicht ist auf gefrorenen Böden geboten, denn gefrierender Nebel oder Nieselregen kann stellenweise für Glätte sorgen. Im Süden wechseln sich dichte Wolkenfelder mit kurzen sonnigen Abschnitten ab, mehrheitlich bleibt es trocken. Unter dem Hochnebel bleiben die Temperaturen bei teils lebhaftem

Südost- bis Ostwind mit -2 bis +5 Grad verhalten, in den Föhntälern steigt das Quecksilber bis auf neun Grad.

Am Freitag und Samstag erleidet der Föhn eine Schwächephase, im westlichen Bergland ist er trotzdem noch zu spüren und sorgt hier für weitgehend trockene Verhältnisse. Nördlich der Alpen ziehen hingegen immer wieder dichte Wolken vorbei und bringen etwas Regen, der vor allem bis Freitagmittag in windgeschützten Tal- und Beckenlagen noch in Frostluft fällt und somit am Boden Glatteis bilden kann. Ein allmähliches Durchgreifen milderen Westwinds entschärft die Lage aber ab Freitagnachmittag zusehends. Im Süden und Osten bleibt es oft trüb mit hier und da ein paar Regentropfen. Die Schneefallgrenze steigt im gesamten Ostalpenraum auf 1500 bis 1800 Meter. Die Milderung setzt sich nun auch im Flachland langsam durch: +2 bis 10 Grad werden erreicht, die höchsten Werte in den Föhnregionen.

Der Sonntag steht im Zeichen des sich erneut verstärkenden Föhns. Nördlich des Alpenhauptkamms ist es zeitweise sonnig – zumindest oberhalb des Nebels, der sich in den Niederungen erneut bildet. Trüb bleibt es somit vor allem im Donauraum, im östlichen Flachland sowie in den südlichen Beckenlagen.

Feuchtere Luft aus dem Mittelmeerraum sorgt zudem dafür, dass sich von Osttirol bis Oberkärnten die Wolken verdichten und etwas Regen bringen.

Schnee fällt nur im Hochgebirge. Nebst dem starken bis stürmischen Südwind im Bergland ist auch der teils kräftige Südostwind im östlichen Flachland wieder ein Thema. Die Temperaturen steigen weiter an: Je nach Nebel, Sonne oder Föhn werden drei bis zwölf Grad erreicht. Sogar noch eine Spur wärmer kann es im föhnigen Rheintal werden.

„Die markante Milderung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Winter noch lange nicht zu Ende ist“, mahnt Fabienne Muriset. Die Föhnphase passt sehr gut ins bisherige Muster dieses Winters, in dem die sehr frostigen Phasen durch kurzes Tauwetter unterbrochen werden. Jedenfalls ist zu Beginn der nächsten Woche wieder kältere Luft aus Nordwesten zu den Ostalpen unterwegs, die nach den heutigen Unterlagen erneut Schnee bis in die Niederungen bringen dürfte.

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