Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag Schönborns

1.700 Besucher bei Geburtstags-Benefizkonzert für Kardinal Schönborn - zahlreiche Vertreter des kirchlichen und öffentlichen Lebens namen an den Feierlichkeiten teil.

Die öffentlichen Feierlichkeiten zum 60. Geburtstag des Wiener Kardinals und Erzbischofs, Christoph Schönborn, haben am Samstagnachmittag mit einem Benefizkonzert im Stephansdom ihren Abschluss gefunden. Zu den „schönsten Werke der Kirchenmusik“ kamen neben rund 1.700 Besuchern auch zahlreiche Vertreter des öffentlichen Lebens und der Familie Schönborns. Dieser betonte in seiner Ansprache, dass der Geburtstag eigentlich kein Anlass sei, dem Geburtstagskind zu danken, sondern dessen Eltern und Gott.

Fischer: Beitrag Schönborns zum Verhältnis Kirche-Staat


Das Verhältnis zwischen Kirche und Staat in Österreich habe sich gut entwickelt – und Kardinal Christoph Schönborn habe in seiner zehnjährigen Amtszeit „wichtige Beiträge“ dazu geleistet, betonte Bundespräsident Fischer anlässlich des 60. Geburtstages Schönborns. Das Verhältnis zwischen Staat und Kirche habe sich so gut entwickelt, wie die Zwischenkriegsgeneration „nicht zu träumen gewagt“ habe.

Zwar stehe es ihm nicht zu, „Beurteilungen abzugeben“, meinte Fischer. Aber alle wüssten, dass Schönborn im Lauf seiner Amtszeit immer mehr Zustimmung gefunden habe, „für Worte und Taten, für richtige und angemessene Situationen in kritischen Situationen, für Sensibilität und Trost in heiklen Situationen“ – womit Fischer auch an Schönborns Worte beim Begräbnis seines Vorgängers Thomas Klestil erinnerte. Der Bundespräsident würdigte weiters Schönborns „zukunftsweisende Positionen etwa im Dialog zwischen den verschiedenen Glaubensgemeinschaften“, seine besonderen Bemühungen im Dialog mit jüdischen Mitbürgern und die Anteilnahme am Schicksal der Vertriebenen.


An der Feier für Schönborn in der Hofburg nahmen zahlreiche Vertreter des kirchlichen und öffentlichen Lebens sowie aus dem Freundeskreis und der Familie Schönborns teil, u.a. Schönborns Mutter und Bruder, sein Freund Peter Turrini, Nationalratspräsident Khol, Vizekanzler Gorbach, Bildungsministerin Gehrer und Außenministerin Plassnik, der Wiener Bürgermeister Häupl, SPÖ-Vorsitzender Gusenbauer, der Apostolische Nuntius Erzbischof Georg Zur und die Weihbischöfe Helmut Krätzl und Alois Schwarz.

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