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Februar-Bilanz: Monat verlief eindeutig zu mild

Einmal mehr verlief der Februar viel zu mild.
Einmal mehr verlief der Februar viel zu mild. ©APA (Sujet)
Als neunter Monat in Folge geht der Februar 2020 mit einer Abweichung von etwa 4,5 Grad als einer der mildesten in die Messgeschichte ein.
Das Wetter in Wien

Nach Angaben der Experten der Österreichischen Unwetterzentrale (www.uwz.at) war für den milden Verlauf eine anhaltende Westlage verantwortlich.

Bislang zweitwärmster Winter seit Messbeginn vor über 250 Jahren

Der Winter 2019/20 war in Europa bisher durch anhaltende Tiefdrucktätigkeit über Skandinavien geprägt. Die daraus resultierende westliche Strömung über Mitteleuropa führte dabei wiederholt milde Luftmassen nach Österreich, so war der Winter hierzulande der zweitwärmste seit Messbeginn vor über 250 Jahren.

"Während der Jänner noch durch beständige Hochdrucklagen geprägt war, gab es im Februar eine dynamische Westlage mit zahlreichen Sturmtiefs“, so Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale. In Summe gab es vier markante Stürme: PETRA, SABINE, YULIA und BIANCA, welche auch im Flachland örtlich für Orkanböen sorgten.

Februar um 4,5 Grad zu mild

Mit einer landesweiten Abweichung von rund 4,5 Grad gegenüber dem langjährigen Mittel von 1981 bis 2010 fällt der Monat Februar extrem aus. Aufgrund der zahlreichen Westwetterlagen waren die Abweichungen an der Alpennordseite am höchsten, so lag das Temperaturmittel In Teilen Niederösterreichs fast 6 Grad über dem Schnitt. Vielerorts, wie etwa in Wien, Graz und Linz, gab es in diesem Monat keinen einzigen zu kalten Tag.

In windgeschützten Tälern fallen die Abweichungen hingegen geringer aus: Wie schon im Vormonat war Zell am See mit einer Abweichung von +1,6 Grad der relativ gesehen kühlste Orte. Hier gab es auch die tiefste Temperatur in einem bewohnten Ort mit -16,8 Grad.

Im Norden nass, im Süden trocken

Die Niederschlagsbilanz im Februar fällt zweigeteilt aus. Von Vorarlberg bis Niederösterreich gab es deutlich mehr Niederschlag als üblich, besonders vom Bregenzerwald über das Salzkammergut bis ins Rax-Schneeberg-Gebiet liegen die Mengen teils über dem doppelten Monatsdurchschnitt.

"An der Alpensüdseite setzt sich die Trockenheit seit Jahresbeginn hingegen fort", analysiert Spatzierer. "Vor allem im Bereich des Drautals sowie in Teilen des Oststeiermark gab es weniger als 15 Liter pro Quadratmeter Regen".

Mehrere Gewitter, keine Eistage im Flachland

Die Westlage hat an der Alpennordseite für ungewöhnlich viele Gewitter gesorgt, so wurde im zurückliegenden Monat an 11 Tagen mindestens ein Blitz in Österreich detektiert. In Summe gab es 1.463 Entladungen, die meisten davon in Ober- und Niederösterreich. Dies ist der höchste Wert seit Beginn der modernen Blitzerfassung vor 13 Jahren.

Im Gegensatz dazu gab es im Flachland sowie in vielen Tal- und Beckenlagen keinen einzigen Eistag, lediglich in den Hochtälern sowie im Pinz- und Pongau blieb die Temperatur an manchen Tagen ganztags unter dem Gefrierpunkt.

(Red)

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