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FBI warnt vor Terroranschlägen

Die US-Bundespolizei FBI hat vor unmittelbar bevorstehenden möglichen Terroranschlägen in den USA oder auf US-Einrichtungen im Jemen gewarnt.

Sie veröffentlichte einen Steckbrief des Jemeniten Fawaz Yahya al Rabeei, der demnach am Dienstag oder in den kommenden Tagen Anschläge geplant haben könnte. Dies hätten Ermittlungen in Afghanistan und Verhöre von Gefangenen auf dem US-Militärstützpunkt Guantanamo in Kuba ergeben. Der Befehlshaber der US-Truppen in Afghanistan, General Tommy Franks, schloss eine Stationierung von Truppen in Jemen vorerst aus.

Das FBI veröffentlichte ein Foto von Rabeii alias Furqan. Der in Saudiarabien geborene Jemenite reist nach Informationen der Polizei mit einem jemenitischen Pass. Sein derzeitiger Aufenthaltsort sei nicht bekannt, hieß es. Die Bundespolizei führte ein Dutzend weitere Verdächtige auf, die alle als “äußerst gefährlich“ einzustufen seien. Allerdings gebe es keine Hinweise auf das konkrete Ziel des geplanten Anschlags – auch nicht darauf, dass es sich dabei um die Olympischen Spiele in Salt Lake City handeln könnte. Das FBI forderte alle Amerikaner im In- und Ausland zu erhöhter Wachsamkeit auf.

General Franks sagte am Montag bei einem Besuch in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa, dass die USA „gegenwärtig nicht die Absicht haben, Soldaten hier zu stationieren.“ Auch sei im Rahmen des „Kriegs gegen den Terrorismus“ in Jemen keine Operation zur Ergreifung von Mitgliedern des El-Kaida-Netzwerks von Osama bin Laden geplant. Washington wolle aber die Zusammenarbeit mit Jemen zur Überwachung mutmaßlicher Terroristen in der Region, einschließlich Somalia, verstärken, sagte Franks nach einem Treffen mit Präsident Ali Abdullah Saleh.

US-Präsident George W. Bush begrüßte nach Angaben seines Sprechers Ari Fleischer in einem Telefongespräch mit Saleh Jemens Bereitschaft zu einer „fortgesetzten Zusammenarbeit im Kampf gegen den Terrorismus. Fleischer bekräftigte erneut, dass Bush gegen die Staaten Iran, Irak und Nordkorea, die er als „Achse des Bösen“ gebrandmarkt hatte, „nichts ausgeschlossen“ habe. „Der Präsident konzentriert sich auf das, was er tun muss, um die amerikanische Bevölkerung zu schützen“, sagte Fleischer.

Nach Informationen der britischen Zeitung „The Times“ bereiten die USA eine intensive Luftüberwachung von Somalia und Jemen vor. In beiden Ländern würden Trainingslager des mutmaßlichen Terror-Netzwerkes El Kaida vermutet. Deutschland, Großbritannien und Frankreich sollen diese neue Phase des Anti-Terror-Kampfes unterstützen, wie die Zeitung in ihrer Montagsausgabe unter Berufung auf britische Militärs berichtete. Über die Art der Militärhilfe sei noch nicht entschieden worden. Sie werde aber nicht mit der Unterstützung für den Afghanistan-Einsatz vergleichbar sein. Es gebe aber genug Informationen über Somalia und Jemen, um eine Aktion der internationalen Koalition zu rechtfertigen, zitierte die „Times“ einen Militär.

Die US-Armee flog unterdessen 34 weitere mutmaßliche Taliban- und El-Kaida-Kämpfer aus Afghanistan nach Guantanamo. Das Transportflugzeug landete nach einem 25-stündigen Flug auf der Insel. Die Zahl der Gefangenen im „Camp X-Ray“ erhöhte sich damit auf 254.

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