FBI nimmt mutmaßlichen Entführer in Wien fest

Ein 70-jähriger Mann soll von Wien aus geplant haben, einen Juwelier in Los Angeles zu entführen und fünf Mio. Dollar Lösegeld zu erpressen.

Bevor er sein Vorhaben verwirklichen konnte, wurde der Verdächtige vor zwei Wochen in Wien vom FBI gemeinsam mit dem Bundeskriminalamt festgenommen, berichtete die “Kronenzeitung” in ihrer Sonntagsausgabe. Das Bundeskriminalamt bestätigte die Festnahme.

Fünf Millionen Dollar (3,65 Mio. Euro) hat sich der Verdächtige laut “Kronenzeitung” von dem Coup erhofft. Der 70-Jährige soll per Internet-Video-Konferenzen alles fein säuberlich geplant haben: Zwei engagierte Komplizen aus Ungarn hatte er bereits vor einem Monat nach Kalifornien entsandt. Ein Dritter, ein amtsbekannter Waffenhändler aus dem US-Staat Arizona, kümmerte sich um die Ausstattung. 

Notfallplan: Finger abschneiden

Doch der Lenker der Bande selbst war es, der den Coup vermasselt haben soll. Bei einem Kurzbesuch in L. A. konnte der Wiener laut “Kronenzeitung” seinen Mund nicht halten – und erzählte einem Freund von seinem Plan. Wie er illegal in die USA einreisen, wo er mit seinen Komplizen den Juwelier kidnappen und wie er zu den gebunkerten Millionen kommen wolle. Im Notfall sollte die Geiselnahme seiner Familie oder das Abschneiden eines Fingers das Opfer zur Zusammenarbeit bewegen.

Sein Freund war allerdings ein FBI-Spitzel. Und dieser schlug sofort Alarm. Während seine Komplizen in den USA ins Netz gingen, wurden dem Bandenchef durch Zielfahnder des Bundeskriminalamtes im Beisein von FBI-Agenten in der Wiener Innenstadt die Handschellen angelegt.

 

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