ÖFB-Team will historischen Sieg

Österreichs Fußball-Nationalteam greift am Montag im Wiener Happel-Stadion gegen Deutschland nach einem historischen Erfolg.

Mit einem Sieg im letzten Spiel der EURO-Gruppe B über Deutschlandl und gleichzeitiger Schützenhilfe der fix qualifizierten Kroaten, die gegen Polen nicht höher verlieren dürfen als Österreich gewinnen, hätte die ÖFB-Elf das Viertelfinal-Ticket gelöst.

Ein rot-weiß-roter Triumph würde sogar das legendäre 3:2 bei der WM 1978 in Cordoba in den Schatten stellen. Damals wurden die Deutschen zwar ihrer letzten Final-Chanche beraubt, für die bereits zuvor ausgeschiedenen Österreicher hatte der Sieg rein sportlich gesehen aber nur statistischen Wert. Der erste volle Pflichtspiel-Erfolg über den ungeliebten großen Rivalen seit der Cordoba-Partie würde hingegen den größten Außenseiter in der EM-Geschichte wohl in die Runde der letzten Acht befördern und die “EUROphorie” im Co-Gastgeberland auf den Siedepunkt bringen.

Im ÖFB-Lager ist man sich der Bedeutung des Spiels bewusst, so meinte etwa Martin Stranzl: “Die Mannschaft ist in der Lage, Geschichte zu schreiben.” Teamchef Josef Hickersberger macht sich über die Ausgangsposition keine Illusionen. “Es geht um alles oder nichts, um den Aufstieg oder das Ende unserer Träume”, formulierte es der 60-Jährige.

Die Partie wird laut Hickersberger “interessant und spannend bis zum Schluss”. Auch wenn Deutschland als klarer Favorit ins Match geht, traut der Niederösterreicher seinen Schützlingen die Überraschung zu. “Das ist ein Endspiel und wir sind Außenseiter, aber wir haben die Unterstützung aller österreichischen Fußball-Fans. Daher sind wir gegen Deutschland glaube ich nicht chancenlos”, prophezeite Hickersberger.

Allerdings bereitet “Hicke” die Sperre des kopfballstarken Innenverteidigers Sebastian Prödl Kopfzerbrechen. Welche Auswirkungen dies auf die Taktik haben wird, ließ der Coach offen. Eine Rückkehr zu einer zu Beginn der Kroatien-Partie praktizierten Dreierkette, in die entweder Martin Hiden oder Jürgen Patocka rücken würden, ist ebenso möglich wie das Vertrauen auf das gegen Polen relativ gut funktionierende 4-4-2-System, womit wohl Markus Katzer oder Ronald Gercaliu zu einem Einsatz von Beginn an kämen.

Wie auch immer die Spielanlage aussehen wird – erstellt wurde sie anhand der Qualität des Gegners. “Man muss sich schon auf die Spielweise Deutschlands einstellen”, gab Hickersberger zu bedenken.

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