Faymann für Österreich-Beteiligung in Mali

Spindelegger drängt auf Einsatz bei EU-Ausbildungsmission - Strache strikt dagegen.
Spindelegger drängt auf Einsatz bei EU-Ausbildungsmission - Strache strikt dagegen. ©EPA
Bundeskanzler Werner Faymann (S) sieht in der Frage einer österreichischen Beteiligung an der EU-Ausbildungsmission in Mali keine Differenzen mit dem Koalitionspartner. Er hielt am Dienstag nach dem Ministerrat fest, dass Österreich sehr wohl mit von der Partie sein kann - "wenn die Kampfhandlungen (in Mali, Anm.) vorbei sind".
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Verteidigungsminister Norbert Darabos (S) hatte eine Beteiligung unter anderem mit Verweis auf die anderen Auslands-Engagements des Bundesheeres abgelehnt, dieses sei hinreichend ausgelastet. Vizekanzler Michael Spindelegger (V) indes wird nicht müde, darauf zu drängen, österreichische Soldaten zu entsenden. “Das halte ich für sinnvoll”, sagte er auch im Pressefoyer nach der Regierungssitzung.

FPÖ pocht auf Neutralität

Faymann wollte da gar nicht widersprechen, denn man habe ja “vorgehabt, hier für die Ausbildung zur Verfügung zu stehen”, hielt er fest. “Dann sind die Kampfhandlungen dazwischengekommen.” Sobald diese beendet seien, werde man die weitere Vorgehensweise prüfen.

Die Freiheitlichen sprechen sich strikt gegen eine Beteiligung des österreichischen Heeres an der EU-Mission in Mali aus. Als neutrales Land habe man dort, in einem kriegerischen Konflikt “nichts verloren”, so Strache auf einer Pressekonferenz am Dienstag.

(APA)

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