"Fast-Food-Reisen": Kurztrips lösen längere Erholungsurlaube ab

In kurzer Zeit möchte man möglichst viel erleben.
In kurzer Zeit möchte man möglichst viel erleben. ©pixabay.com (Sujet)
Wochenlange Urlaube sind bei Österreichern immer weniger beliebt, stattdessen geht der Trend zu intensiven Kurztrips. Bei den sogenannten "Fast-Food-Reisen" geht es darum, in kurzer Zeit möglichst viel zu erleben.

Kurztrips lösen zunehmend wochenlange Urlaube ab. Es geht darum, in kurzer Zeit möglichst viel zu erleben, meint Peter Zellmann, Leiter des Wiener Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) und spricht von “Fast-Food-Reisen”.

Trend geht zu intensiven Kurzurlauben

Die Menschen wollen seiner Ansicht nach im Urlaub “ganz spezielle, auf sie persönlich abgestimmte Reiseangebote”, die aber als Bausteine vororganisiert sein dürfen. Anstelle von “lauten Events und schnellen Erlebnistrips” würden “möglichst einzigartige Erlebnisse” gesucht. Veranstalter müssten zugleich Bedingungen schaffen, damit die Kunden ihre Zufriedenheit über Social Media inszenieren können.

Dienstleistungen beim Reisen immer wichtiger

Zunehmend Bedeutung gewinnen Dienstleistung beim Reisen: “Beste Qualität im Service, Emotionen und Empathie der Mitarbeiter werden immer wichtiger”, schreibt Zellmann in einer Aussendung. Fünf “S” stünden im Vordergrund: Schönheit der Landschaft, die Sauberkeit der Unterkunft, die Sicherheit vor Ort, der Schutz vor Risiken und Sehenswürdigkeiten der Umgebung.

Zellmann sieht in seinen zehn wichtigsten Trends auch die zunehmende Mischung von Luxus und Askese und nennt dies “Luxese”. Das könne der Wechsel zwischen Luxusreise und anspruchsvollem Urlaub daheim oder auch die Mischung von Luxus beim Quartier und gleichzeitigem Sparen beim Essen sein. Reiseanbieter wiederum müssten spezielle Marken aufbauen, um nicht austauschbar zu werden in einer Zeit, in der die Menschen jede Reise anders anlegen.

(APA/Red)

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