Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Fast die Hälfte der Österreicher ist mit ihrem Chef unzufrieden

Rund die Hälfte aller befragten Österreicher ist unzufrieden mit ihrem Chef.
Rund die Hälfte aller befragten Österreicher ist unzufrieden mit ihrem Chef. ©pixabay.com (Sujet)
Eine Umfrage hat gezeigt, dass die Österreicher nicht gerade zufrieden mit ihren Vorgesetzten sind. 41 Prozent gaben an, mit ihren Chefs unzufrieden zu sein.

Zwar gibt es den perfekten Chef nicht, Optimierungsbedarf gibt es dennoch. Eine aktuelle StepStone-Studie, bei der 1.800 österreichische Fach- und Führungskräfte online befragt wurden, hat gezeigt, dass fast die Hälfte aller österreichischen Arbeitnehmer (41 Prozent) mit ihrem Vorgesetzten unzufrieden sind. Außerdem haben 43 Prozent der österreichischen Arbeitnehmer bereits einmal wegen ihrem Chef den Job gekündigt.

52 Prozent nehmen Verhalten des Chefs mit in den Schlaf

21 Prozent, und somit jeder Fünfte, landet aufgrund des Verhaltens ihres Vorgesetzten im Bore- oder Burnout. 14 Prozent nehmen sogar psychologische Hilfe in Anspruch, wenn die Beziehung zum Chef nicht stimmt.

Mehr als die Hälfte aller Befragten nehmen das Verhalten von Chefs sogar mit in den Schlaf. 52 Prozent schlafen oder träumen schlecht wegen ihrem Chef. Bei den Betroffenen handelt es sich zu 59 Prozent um Frauen.

Frauen kritisieren unangemessene Annährungsversuche

Knapp ein Drittel aller weiblichen Befragten als auch Angestellte mit weniger als zwei Jahren Berufserfahrung hat außerdem unangemessene Annährungsversuche kritisiert. 15 Prozent der Frauen haben auch schon einmal ein Bewerbungsgespräch abgebrochen, weil sich der zukünftige Chef im Ton vergriffen hat.

Folgende Eigenschaften werden von Arbeitnehmer an ihren Vorgesetzten besonders kritisiert:

  1. Hinter ihrem Rücken schlecht über Mitarbeiter sprechen (54%)
  2. Einzelne Mitarbeiter bevorzugt behandeln (42%)
  3. Jeden einzelnen Arbeitsschritt überwachen/Micromanaging (42%)
  4. Meine Erfolge als die ihren ausgeben (41%)
  5. Kollegen öffentlich kritisieren (38%)

Außerdem gaben nur ein Drittel der befragten Österreicher (35 Prozent) an, dass sie ihrem Vorgesetzten vertrauen. Auch nur 35 Prozent fühlen sich wohl dabei, mit beruflichen Problemen zum Chef zu gehen.

Mangelnde Führungskompetenz schadet Unternehmen

"Wer sein Team nicht transparent und fair führt, verspielt schnell das Vertrauen seiner Mitarbeiter", sagt Barbara Oberrauter-Zabransky, Studienleiterin bei StepStone Österreich. "Im besten Fall wird dann nur noch Dienst nach Vorschrift gemacht, im schlimmsten Fall gehen die besten Mitarbeiter."

Mangelnde Führungskompetenz hat auch außerhalb des Unternehmens Auswirkungen. Mehr als die Hälfte aller Befragten (61%) beschwert sich in der Familie oder im Freundeskreis über ihren Vorgesetzten, und fast ein Drittel aller befragten Studienteilnehmer (31%) würden anderen von einem Job bei ihrem Arbeitgeber abraten, wenn der Chef sich nicht entsprechend verhält.

"Das Image eines Arbeitgebers lebt vor allem von der Zufriedenheit der eigenen Mitarbeiter", sagt Oberrauter-Zabransky. "Wenn zwei Drittel ihrem Chef nicht vertrauen und sich im Bekanntenkreis darüber austauschen, wirft das definitiv ein schlechtes Licht auf Arbeitgeber - und schmälert auch die Leistungsbereitschaft innerhalb des Unternehmens."

Österreicher wünschen sich klare Ziele

Auf Forderungen angesprochen, wünschen sich die Umfrageteilnehmer unter anderem klare und messbare Ziele, Unterstützung bei der fachlichen Weiterbildung und regelmäßiges Feedback unter vier Augen.

Folgende Wünsche haben die Österreicher an ihre Chefs:

  1. Klare und messbare Ziele setzen (61%)
  2. Unterstützung bei der fachlichen Weiterentwicklung (61%)
  3. Regelmäßig Feedback zur eigenen Leistung (58%)
  4. Den eigenen Tätigkeitsbereich klar definieren (55%)
  5. Regelmäßige Gespräche unter vier Augen (44%)

"Die Wünsche der Arbeitnehmer liegen auf dem Tisch", so Oberrauter-Zabransky. "Jetzt liegt es an Arbeitgebern und ihren Führungsetagen, sie auch umzusetzen."

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Österreich
  • Fast die Hälfte der Österreicher ist mit ihrem Chef unzufrieden
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen