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Faßmann für "Sozialindex": Mehr Geld für Brennpunktschulen nötig

Bildungsminister Heinz Faßmann hält einen Sozialindex für Schulen für eine gute Idee.
Bildungsminister Heinz Faßmann hält einen Sozialindex für Schulen für eine gute Idee. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Ein Sozialindex könnte laut Bildungsminister Heinz Faßmann besonders Brennpunktschulen attraktiver machen. Standorte mit vielen benachteiligten Schülern könnten so gezielt gefördert werden.

“Wir werden für Schulen mit besonderen Herausforderungen mehr machen müssen. Gerade in den Mittelschulen werden die zusätzlichen Ressourcen mit der Gießkanne verteilt. Hier bräuchte es eine bessere Fokussierung”, so der Minister.

Bildungsstand und Elternhaus als Sozial-Faktoren

Im Falle einer Mittelverteilung über einen Sozial- oder Chancenindex würden Standorte mit vielen benachteiligten Schülern mehr Mittel bekommen. Mögliche Indikatoren wären etwa Alltagssprache, Bildungsstand und berufliche Position der Eltern, Bezug von Sozialhilfe etc.

Alternative zu einem Sozialindex wäre es laut Faßmann, “mehr Geld ins System zu geben, wenn wir nicht wollen, dass es zu einer Umverteilung kommt”. Voraussetzung dafür seien aber mehr Mittel vom Finanzministerium.

Sozialindex macht Brennpunktschulen attraktiver

Auch in der “Wiener Zeitung” (Wochenendausgabe) plädierte Faßmann für einen Sozialindex: Die Attraktivität von Brennpunktschulen müsse erhöht werden – “sei es durch mehr Lehrer oder auch durch bauliche Maßnahmen und Investitionen in die Ausstattung”: “Ein Sozial- oder Chancenindex könnte helfen, die Verteilung der finanziellen und personellen Mittel des Bundes besser zu steuern. Das würde ich jedenfalls gerne so machen.”

Opposition lobt Faßmanns Pläne

“Was es jetzt braucht, ist eine Präzisierung mittels einer Verordnung, wie im Gesetz auch festgehalten. Faßmann sollte die Verordnung also rasch umsetzen”, so SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid. Die Vorarbeiten dafür habe man “im Bildungsreformgesetz der vergangenen Regierungsperiode geleistet”. Dem Modell zufolge soll die Mittel-Zuteilung pro Standort nach der Schülerzahl, dem Bildungsangebot, dem sozio-ökonomischen Hintergrund der Schüler, ihrem Förderbedarf, ihrer im Alltag gesprochenen Sprache und nach regionalen Bedürfnisse erfolgen.

Wenn es Faßmann mit einer “sozial gerechten Schulfinanzierung nach Chancenindex” ernst ist, “hat er unsere volle Unterstützung”, so AK-Präsident Rudolf Kaske. Geht es nach seinen Vorstellungen, soll eine Schule “umso mehr Mittel bekommen, je mehr Kinder in der Schule sind, denen die Eltern keine Nachhilfe zahlen können”.

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