Fanzone Wien - Noch Mega-Baustelle

Ein Areal von 100.000 Quadratmetern wird für die EM mitten in der Innenstadt zur offiziellen Fanzone umgemodelt. Video: Megabaustelle Fanzone Wien 

Statt dem sonst so geschäftigen Treiben von Autokolonnen, Straßenbahnen und umhereilenden Passanten bietet sich dort in den letzen Tagen vor Anpfiff ein sonderbares Bild: Ausgestorben wie eine Geisterstadt wirkt so mancher sonst laute und überfüllte Bereich. An anderen Stellen wird hingegen im Akkord gebaut und gelärmt, als gelte es, in einer Stunde ganz Wien neu zu errichten.

Immerhin gilt es, für die Fanzone die gesamte Infrastruktur einer Kleinstadt der Größe von St. Pölten auf die Beine zu stellen. Vor dem Rathaus auf dem das Kommunikations-Zentrum, VIP-Bereiche und Gastronomie-Stände entstehen, herrschte am Dienstag eifriges Treiben. Zahllose Arbeiter hetzten in sengender Sommerhitze zwischen Gerüsten, Latten, Kränen und Baufahrzeugen hin und her. Überall wurde gebohrt, gehämmert, geschraubt oder gesägt.

In der Mitte ein einsamer Gastro-Stand im Probe-Betrieb. Als Testlauf wurden Kollegen und Medien-Teams dort bei sommerlicher Musik aus Boxen und Baulärm mit Leberkäsesemmeln und Getränken verköstigt. Großteils stehen die Gebäude vom Mini-Fußball-Feld für Fan-Spiele über Zelte, Hütten und Container bis hin zu den mobilen Toiletten bereits. Zumindest die äußerliche Rohform entspricht dem optisch fertigen Erscheinungsbild.

Neugierige Touristen, die sonst von einer Sehenswürdigkeit am Rathausplatz zur nächsten am Heldenplatz pilgern, fehlten völlig. Durch die Umzäunung des gesamten Gebiets darf niemand in die Fanzone, der nicht eine wichtige Funktion beim Aufbau erfüllt oder die Vorzüge einer Ausnahmeregel genießt. Wer diese hat, sollte sich nach Möglichkeit kurz im Rathauspark umsehen, in dem Brunnen bei Vogelgezwitscher völlig unbemerkt vor sich hinplätschern.

Verwaist und einsam zeigte sich auch der für die Partymeile abgesperrte Teil der Ringstraße: Fix verriegelte Würstl- und Snack-Stände samt wahllos herumstehender Eismenü-Karten und verhüllte Straßenbahn-Schilder lassen noch kaum den Schluss zu, dass ab Samstag am selben Ort täglich über 70.000 Besucher in Bierlaune erwartet werden. Einzige Vorboten des erwarteten Spektakels: die bereits aufgebauten Außenhüllen der Gastronomiestände und vereinzelte Gerüste für Videoleinwände über der Fahrbahn.

Zum Thema:

Die Fanzone Wien
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Fanzone kulinarisch: Krebse und Millionen Krügerl
Web: http://www.fanzone-wien.at

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